uploaded

 

RSS

Katalog

1

RssLinks

Nutzen Sie unseren kostenlosen Dienst und veröffentlichen Sie Ihren eigenen RSS Content. Top Einträge erziehlen bis zu 250.000 Besucher und mehr.

2

WebLinks

Zusätzlich können Sie Ihre Webseite auch in unser Webverzeichnis eintragen, natürlich kostenlos gegen einen kleinen Backlink auf Ihrer Webseite.

3

RssKat

RssKat.de gibt es seit 2010, mit insgesamt 795 RSS einträgen. Dieser Rss Katalog ist kein automatischer Dienst, jeder Eintrag wird von uns per Hand geprüft.

uploaded

 

postheadericon Aktuelle Artikel des Auswärtigen Amts


Quelle: Aktuelle Artikel als RSS-Feed
Aktuelle Artikel als RSS-Feed

RSS Feed URL: Aktuelle Artikel des Auswärtigen Amts
Kategorie: Politik
Besuche: 632

Letzte Einträge von dieser Rss-URL

Rio: Deutschland hilft nach schwerem Museumsbrand ...
Datum/Zeit: 22 Mar 2019, 15:15
Inhalt:

Generalkonsul Zillikens überreicht dem Museumsdirektor Kellner und der Vorsitzenden des Fördervereins Huzar einen symboischen Scheck in Höhe von 180 800 Euro Nach dem verheerenden Brand im größten Natur- und Völkerkundemuseums Lateinamerikas am 2. September 2018 ist Deutschland das erste Land, das sein Hilfsangebot konkret umsetzt: Zwei Experten des Kölner Stadtarchivs waren als Teil einer UNESCO-Mission Mitte September vor Ort, um im Gespräch mit MitarbeiterInnen des Museums Rat für Soforthilfemaßnahmen zu geben. Die Experten aus Deutschland sprechen aus Erfahrung: 2009 war in Köln, der Partnerstadt von Rio, das Stadtarchiv eingestürzt. Wie geht es operativ nach solch einer Katastrophe weiter? Wie kann man die Exponate bergen?

Die schmerzlich erarbeitete aber wichtige Expertise der Kölner half in Rio schnell und konkret. Rasch entstand im Austausch der Experten eine Liste mit Materialien und Geräten, die für eine professionelle Bergung und Erstversorgung benötigt werden. Für deren Anschaffung überreichte Generalkonsul Klaus Zillikens dem Museum im Dezember einen Scheck in Höhe von 180 800 Euro. 

Zur deutschen Hilfe sagt er:

Für uns ist es eine politische und gesellschaftliche Aufgabe, das Bewusstsein für die eigene und für die Geschichte anderer Kulturen zu bewahren.

Bergen, sichern, restaurieren: Wie geht es weiter?

Bis Anfang Dezember 2018 wurden bereits 1500 Gegenstände aus den Trümmern geborgen. MitarbeiterInnen der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt waren Ende Februar in Rio, um zu analysieren, wo weitere Hilfe am dringendsten nötig ist. Das Nationalmuseum will rasch die Stromversorgung modernisieren, weitere Fundstücke klimatisch sichern und die langfristige Übernahme von Artefakten durch andere Museen organisieren.

Eventuell kommen weitere deutsche Experten in wenigen Monaten zum Einsatz. Deutschland arbeitet dabei eng mit der UNESCO zusammen. 

Kulturerhalt: Weltweit bedrohte Bau- und Kunstwerke schützen

Das Museo Nacional in Rio de Janeiro beherbergte 20 Millionen Ausstellungsstücke, darunter die größte Sammlung ägyptischer Mumien Lateinamerikas, „Luiza“, das mit 12.000 Jahren älteste menschliche Fossil der gesamten Region und eine Kollektion mit Tausenden Insekten, die teilweise schon ausgestorben sind. Der Schaden für das kulturelle Erbe ist riesig. Im Rahmen des Programms „Kulturerhalt“ hilft das Auswärtige Amt weltweit bei der Bewahrung und Restaurierung bedeutender Kulturgüter.


Algerien: Selbstbestimmte Zukunft ...
Datum/Zeit: 20 Mar 2019, 19:03
Inhalt:

Algerien ist ein Nachbar und ein wichtiger Partner Europas. Die Stabilität Algeriens, politisch wie wirtschaftlich ist ein wichtiges Anliegen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten. Daher verfolgt Deutschland das Geschehen in Algerien eng. Für die Bundesregierung steht fest: Entscheidend ist, dass die Algerierinnen und Algerier ihre Zukunft selber bestimmen können. Dafür ist und bleibt der friedliche Charakter der Kundgebungen unerlässlich. Das liegt nicht nur in den Händen der Demonstrantinnen und Demonstranten sondern auch bei den Sicherheitskräften.

Vor dem Treffen mit seinem neuen algerischen Amtskollegen Ramtane Lamamra begrüßte Außenminister Maas, dass die neue algerische Regierung sich auch in bewegten Zeiten mit Deutschland austauscht. Er betonte, dass es nun auf Algerien ankäme, die politische Zukunft zu gestalten:

Klar ist: Antworten sind nur im Land selbst und aus der Gesellschaft heraus zu finden – im Wege eines glaubwürdigen, inklusiven Dialogs.

Friedlicher Protest

Außenminister Maas und sein algerischer Amtskollege Lamamra Seit Mitte Februar protestieren Algerierinnen und Algerier in allen Teilen des Landes friedlich für einen Wechsel der Regierung und politische Reformen. Auslöser war die Ankündigung des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika, bei den ursprünglich für den 18. April angesetzten Präsidentschaftswahlen für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren. Als Reaktion auf die massiven Demonstrationen zog Bouteflika seine Kandidatur zurück und verschob die Wahlen. Er benannte eine neue Regierung, die nun einen politischen Übergang und damit verbunden einen Prozess zur Erneuerung der Verfassung des Landes einleiten soll.

Wichtiger regionaler Akteur

Algerien spielt eine aktive und konstruktive Rolle in der Region etwa in Bezug auf Libyen, die Sahel-Region oder Westsahara. Aus diesem Grund traf Außenminister Lamamra in Berlin auch Bundespräsident a.D. Köhler, den Persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Westsahara (PESG). Deutschland unterstützt die Bemühungen von Köhler, die neue Bewegung in den politischen Prozess zur Westsahara gebracht haben. In Genf fanden im Dezember 2018 Gespräche zwischen Marokko,Polisario, Algerien und Mauretanien statt, weitere Gespräche sind für den 21. und 22. März vorgesehen.


Von Weimar in die Welt: Bauhaus als Kulturbotschafter Deutschlands ...
Datum/Zeit: 20 Mar 2019, 17:54
Inhalt:

Bauhaus: Symbol der internationalen Moderne 

1919 gründete Walter Gropius in Weimar das „Staatliche Bauhaus“: nach der Erfahrung des Ersten Weltkriegs sollte die Architekturschule eine neue Verbindung schaffen zwischen Kunst, Handwerk, Gestaltung und Baukultur. Klare, pragmatische Formen standen im Vordergrund, sinnbildlich für die Befreiung von allem Überflüssigen und Nutzlosen. 
Das Bauhaus erzählt eine Geschichte über Deutschland, mit all seinen Brüchen von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis heute. Es erzählt aber vor allem auch eine Geschichte der globalen Vernetzung: von Anfang an war die Schule international ausgerichtet. Sie stand im Austausch mit avantgardistischen Bewegungen rund um die Welt und hat die Städte der Moderne geprägt, von Weimar über Dessau bis nach Tel Aviv. 

„Willkommen zurück, liebes Bauhaus!“

Willkommen zurück, liebes Bauhaus! - Staatsministerin Müntefering bei der Eröffnung Die Ausstellung Bauhaus imaginista betrachtet die internationalen Verflechtungen der Bauhaus-Schule: wie wurden die Bauhaus-Ideen in verschiedenen lokalen Kontexten umgesetzt? Wie hat sich das Bauhaus im Austausch mit anderen Strömungen entwickelt und welchen Einfluss hat die politische Situation im jeweiligen Land? 
Seit 2016 ist die Ausstellung in der Welt unterwegs, nun werden die Verknüpfungen zwischen Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft auch in Berlin gezeigt. 
 „Nach rund zwei Jahren an mehreren Stationen in der Welt freue ich mich darüber, dass die Ausstellung „bauhaus imaginista“ nun im Berliner Haus der Kulturen der Welt zu sehen ist“, sagte Staatsministerin Müntefering anlässlich der Eröffnung. „Das Bauhaus ist ein Kulturbotschafter für Deutschland. Bauhaus heißt: Nicht Design allein, sondern auch Inhalt! Willkommen zurück, liebes Bauhaus!“

Zum Weiterlesen

Rede


Wirbelsturm Idai - Deutschland leistet humanitäre Hilfe ...
Datum/Zeit: 20 Mar 2019, 17:41
Inhalt:

Schwere Überschwemmungen, erhebliche Verwüstungen

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h hat der tropische Sturm Idai schwere Schäden in Mosambik und Simbabwe verursacht. Begleitet von heftigem Regen traf Idai in der vergangenen Woche in der Nähe von Beira, Mosambiks zweitgrößter Stadt, auf Land und zog von dort weiter nach Simbabwe und Malawi. Flüsse traten über die Ufer, hunderttausende Menschen sind betroffen von Überschwemmungen und erheblichen Verwüstungen. 

Bislang hat der Sturm bereits über 200 Tote gefordert, mindestens ebenso viele Menschen werden vermisst. Die Stadt Beira ist nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK) zu fast 90 % beschädigt oder zerstört. Die Kommunikation vor Ort ist eingeschränkt, oft fehlt der Zugang in die betroffenen Gebiete. Das ganze Ausmaß der Katastrophe kann noch nicht erfasst werden. 

Soforthilfe in Höhe von einer Million Euro

Deutschland unterstützt die Flutopfer und die Soforthilfe in der Region: die Bundesregierung stellt eine Million Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung. 

Für humanitäre Hilfsmaßnahmen im südlichen Afrika hat Deutschland 2019 bisher eine Förderung in Höhe von 4,3 Millionen Euro bereitgestellt. Die jetzt zugesagten Mittel sollen für die Deckung der dringendsten humanitären Bedarfe eingesetzt werden.

Vorausschauende humanitäre Hilfe

Zudem fördert das Auswärtige Amt in der Region Projekte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu vorausschauender humanitärer Hilfe und vorhersagebasierter Finanzierung (Forecast-based Financing). So konnten bereits vor dem Auftreffen des Wirbelsturms ExpertInnen und Freiwillige des Roten Kreuzes entsandt, wichtige Hilfsgüter beschafft und außerordentlich schnell in die Katastrophenregion geliefert werden. 

Darüber hinaus wurde die Bevölkerung frühzeitig gewarnt: mit der vorhersagebasierten Finanzierung können Menschenleben gerettet und die Auswirkungen von Naturkatastrophen verringert werden. 
Der Ansatz wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amtes schon in anderen katastrophengefährdeten Ländern erfolgreich getestet und wird weiter ausgebaut. 



#EuropeUnited: International geschlossen auftreten ...
Datum/Zeit: 19 Mar 2019, 17:42
Inhalt:

Vertrauen und Klartext: In diesem Geist fand heute in Helsinki das so genannte N3+1 Treffen statt. Außenminister Maas traf dabei auf die AußenministerInnen Margot Wallström aus Schweden und Gastgeber Timo Soini sowie Unterstaatssekretär Jonas Bering Liisberg aus dem dänischen Außenministerium. Die 3 „Nordics“ und Deutschland treffen sich in dem Kreis seit 2014, das letzte Treffen fand 2016 in Berlin statt. Mit dem Ziel, auch mit schwierigen Partnern erfolgreich nach Lösungen zu suchen, diskutierten die Gruppe heute vor allem über ihre Politik gegenüber China, Russland und den USA. Tenor: Mit Einigkeit kommt Europa am Weitesten.

China

Chinas globale Ambitionen verlangen politische Gestaltung. Heiko Maas sagte bei dem Treffen:

Wir müssen uns geschlossen mit China auseinandersetzen, sowohl bei Zusammenarbeit, als auch gerade bei Differenzen, zum Beispiel bei Fragen des Wettbewerbsverständnisses und der Menschenechte.

Russland

Außenminister Maas und die „Nordics“ betonten, im Verhältnis Russlands und der Ukraine ist es wichtig, Regelverstöße auch klar zu benennen und die Resilienz der EU zu stärken. Gleichzeitig ist gerade bei einer komplizierten Beziehung  zu einem großen europäischen Nachbarn Dialog besonders zentral: „Klare Grenzen aufzeigen und zugleich Kooperationsangebote machen“, wie Maas es in Helsinki nannte.

USA

Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste außereuropäische Partner, die transatlantische Partnerschaft bleibt unverzichtbar. Auch wenn die Diskussionen schwierig seien, so Maas, gebe es vielmehr, was uns eint als was uns trennt. Der deutsche Außenminister warb deshalb in Helsinki, nicht nur mit den USA zu streiten, sondern die Positivagenda besonders dort voranzutreiben, wo die gemeinsamen Interessen groß sind. Dies gilt beispielsweise bei einer Reform der WTO oder eben bei einer gemeinsamen Haltung gegenüber China. Die „Nordics“ und Deutschland vereinbarten, sich nach Kräften gerade mit den USA weiter um gemeinsame Positionen zu bemühen.



Maas in Brüssel: Mehr Rechtsstaatlichkeit einfordern ...
Datum/Zeit: 18 Mar 2019, 20:00
Inhalt:

Bei seinem Besuch in Brüssel ging es für den deutschen Außenminister nicht nur wie sonst um europäische Themen beim Rat „Auswärtige Angelegenheiten“. Er nahm auch an der 5. Deutsch-Belgischen Konferenz teil. Hier standen „Energie, Mobilität und Digitalisierung“ im Vordergrund. Wie können die beiden Nachbarländer sich in diesen Bereichen besser vernetzen und voneinander lernen? Hochrangige Wissenschaftler, Unternehmer und Mitglieder der Zivilgesellschaft verglichen Ansätze von Deutschland und Belgien und loteten aus, wie man die Wirtschaft zukunftsfest macht und sie noch stärker zusammenführt.

Grundwerte Check-Up für mehr Rechtsstaatlichkeit

Zusammen mit seinem belgischen Amtskollegen Didier Reynders stellte Heiko Maas im Rahmen der Konferenz erstmalig einen neuen Peer-Review-Mechanismus vor: „Rechtsstaatlichkeit ist einer der Pfeiler der EU“, so der Außenminister. Sie dürfe Europa nicht spalten, sondern müsse Europa einen. Der Mechanismus ist heute in Brüssel auch Thema beim Rat für allgemeine Angelegenheiten, dem RfAA. Er sieht vor, dass sich die Mitgliedsstaaten gegenseitig begutachten. Dies könne, so Maas, die Verständigung über gemeinsame Grundwerte fördern. Mitglieder würden sich also in einer vorher festgelegten Reihenfolge und abwechselnd einer Überprüfung bei Grundwerten und Rechtsstaatlichkeit unterziehen. Ansichten von Experten und unabhängige Quellen sollen bei der Beurteilung helfen. Auch die Niederlande schlossen sich der deutsch-belgischen Initiative an.

China: Handelspartner und Herausforderer

Beim Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ stand bei Maas und seinen EU-Counterparts unter anderem der Umgang mit China im Mittelpunkt. Wie kann man den Handel vorantreiben und gleichzeitig gemeinsam die europäischen Interessen gegenüber China selbstbewusst vertreten? Außenminister Maas äußerte vor dem Rat: „Es ist wichtig, dass wir die guten Beziehungen als EU und nicht einzeln organisieren. Dann wird es möglich sein, Interessen aber auch Werte gegenüber China zu vertreten.“ Gleichzeitig vertritt China seine Interessen wirtschaftspolitisch, hier solle man nicht blauäugig sein, so der Außenminister. Dies gelte auch bei wichtigen Infrastrukturprojekten und der Vergabe von 5-G-Lizenzen.



„Nichtstun ist keine Option“: Rüstungskontrolle neu denken ...
Datum/Zeit: 15 Mar 2019, 10:43
Inhalt:

Außenminister Maas will der internationalen Debatte über Rüstungskontrolle und Abrüstung neue Impulse geben. „Mit der Logik des Kalten Krieges kommen wir nicht weiter in einer multipolaren Welt“, sagte Maas am Freitag (15.03.). „Wir müssen bestehende Regeln an die Realitäten von heute anpassen“, betonte der Außenminister zum Auftakt einer in Berlin einberufenen Abrüstungskonferenz.

Neuer Schwung für die Debatte

Unter dem Leitspruch „Capturing Technology. Rethinking Arms Control“ hatte Maas Regierungsvertreter aus NATO- und EU-Mitlgiedstaaten, Russland, China, Indien, Japan und Brasilien nach Berlin eingeladen.  Auf dem Programm stehen Diskussionen und Arbeitssitzungen zu den  Bedrohungen die durch neue Waffentechnologien entstehen. Das Ziel: Neuer Schwung für die internationale Debatte über Abrüstung und Rüstungskontrolle.

Bisher kaum international anerkannte Regeln

„Im Kern geht es um die Frage, ob wir die Technologie beherrschen oder am Ende von ihr beherrscht werden“, so Maas. Die Entwicklung  von vollautonomen Killerrobotern, Cyberwaffen und neuen Bio-Kampfstoffen schafft Szenarien, für die es kaum international anerkannte Regeln gibt.  

Dramatische Veränderungen seit der Zeit des Kalten Krieges

Das Regelwerk, das bisher die weltweite Aufrüstung begrenzen und kontrollieren soll stammt noch aus Zeiten des Kalten Krieges. Seitdem hat sich die Welt dramatisch verändert – durch neue Waffentechnologien ebenso wie durch ein verändertes globales Mächtegleichgewicht. Wichtige Abkommen geraten darum immer mehr unter Druck. Aufgrund von Russlands Vertragsbruch steht  das INF-Abkommen vor dem Aus. Auch der New-START-Vertrag droht wegzubrechen. 

Vier Prioritäten

Für Deutschland ist klar, dass die Weltgemeinschaft auf die neue Bedrohungslage eine Antwort finden muss. Für Außenminister Maas stehen dabei vier Prioritäten im Vordergrund: Eine weltweite Ächtung vollautonomer Waffen, ein internationaler Dialog über die Technologie und Verbreitung von Raketen, die Erarbeitung von universellen Normen für den Cyberraum und eine Expertengruppe zu den Gefahren neuer Biotechnologie.

Zum Weiterlesen

Rede von Außenminister Heiko Maas anlässlich der Konferenz "2019. Capturing Technology. Rethinking Arms Control"

Political Declaration: Conference "2019. Capturing Technology. Rethinking Arms Control", Berlin, 15 March 2019


Gemeinsamer Einsatz für Humanitäre Hilfe: Dritte Brüsseler Konferenz für Syrien und seine Nachbarländer ...
Datum/Zeit: 14 Mar 2019, 09:49
Inhalt:

Unter dem gemeinsamen Vorsitz der EU und der Vereinten Nationen findet vom 12. bis  14. März in Brüssel die dritte Konferenz zur Unterstützung Syriens und der Region statt. Bereits 2017 und 2018 kam die internationale Gemeinschaft in Brüssel zusammen, um gemeinsam zu beraten, wie die vom Konflikt in Syrien betroffenen Menschen  unterstützt werden können. Dabei sollen substantielle finanzielle Mittel zur Finanzierung der von den Vereinten Nationen erstellten Hilfspläne für Syrien und die Region eingeworben werden, um die humanitäre Lage in Syrien zu verbessern. Im Fokus steht außerdem die fortgesetzte Unterstützung für die Nachbarländer bei der Bewältigung der immensen Herausforderungen durch die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen sowie das Bekenntnis zum politischen Prozess in Syrien. Außenminister Maas sagte im Vorfeld der Konferenz:

Nach acht Jahren Krieg ist die Lage in Syrien nicht mehr täglich in den Schlagzeilen - aber das Leid der Menschen geht unvermindert weiter. Solange in Syrien die Voraussetzungen für eine freiwillige Rückkehr in Sicherheit und Würde nicht gegeben sind, darf die Welt die Menschen dort und in den Nachbarländern nicht alleine lassen. Deshalb stellt Deutschland bei der diesjährigen Brüsseler Syrienkonferenz insgesamt 1,44 Milliarden Euro zur Verfügung.

Der Bedarf an humanitärer Hilfe wird nicht kleiner, er wächstEin Junge im syrischen Aleppo erhält Brot von einer Ausgabe der Welternährungsorganisation

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 2019 insgesamt 11,7 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hinzu kommen rund 5,7 Millionen syrische Flüchtlinge in Nachbarländern wie dem Libanon, Jordanien und der Türkei. 6,2 Millionen Syrer sind  Binnenvertriebene im eigenen Land.  1,3 Millionen Menschen können nicht regelmäßig und in ausreichendem Umfang versorgt werden, da die Konfliktparteien, insbesondere das syrische Regime, den humanitären Helfern den Zugang zu Hilfsbedürftigen verwehren.

80% der syrischen Bevölkerung, darunter knapp 7 Millionen Kinder,) leben unter der Armutsgrenze, 9,4 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Kämpfe haben laut Schätzungen der Vereinten Nationen nicht nur bereits über 400.000 Tote, sondern auch 1,2 Millionen Verletzte gefordert - das alles bei stark eingeschränkter medizinischer Versorgung.

Neben dem Schutz besonders gefährdeter Gruppen wie Kinder, Frauen und alten Menschen steht daher die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln sowie die Sicherstellung einer grundlegenden Gesundheitsversorgung im Vordergrund der humanitären Hilfe. Der von den VN koordinierte humanitäre Hilfsplan 2019 beziffert den Bedarf in Syrien bis Ende 2019 auf 3,3 Milliarden US Dollar.

Eine sichere Rückkehr ist nicht möglich

Marktstände in Aleppo Ein wichtiges Thema der Konferenz wird auch die freiwillige Rückkehr von aus Syrien Geflüchteten in ihre Heimat sein. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Voraussetzungen für eine Rückkehr in Sicherheit und Würde nicht gegeben: Immer noch toben in vielen Teilen des Landes Kämpfe. Zurückkehrenden Flüchtlingen droht Verfolgung und Verhaftung durch das syrische Regime.

In Libanon, wo syrische Geflüchtete unter schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen leben, wollen laut VN-Umfragen 83% der dort lebenden Geflüchteten wieder nach Syrien zurückkehren. Doch nur 5% können sich vorstellen, innerhalb des nächsten Jahres den Weg zurück nach Syrien zu wagen. Deshalb fordern Deutschland und seine Partner, eine sichere Rückkehr von Flüchtlingen zu gewährleisten und dem Flüchtlingshilfswerk ungehinderten Zugang für die Betreuung von Flüchtlingen zu gewähren. Bis dahin ist es aus Sicht der Bundesregierung zentral, dass die Nachbarländer bei der Versorgung der Geflüchteten zu unterstützen.

Deutschland engagiert sich humanitär - ­in Syrien und in der Region

Um die Situation vor Ort zu verbessern, hilft Deutschland aktiv und übernimmt Verantwortung für Menschen in Not. Zum einen gestaltet das Auswärtige Amt „humanitäre Diplomatie“: Auf Geberkonferenzen, im Dialog mit humanitären Partnern und politischen Entscheidungsträgern, im Kreis der EU und in den Vereinten Nationen setzt sich Deutschland für eine Erhöhung der Bereitstellung von Geldern für humanitäre Hilfe durch internationale Geber und den uneingeschränkten Zugang von Helfern zu allen bedürftigen Menschen in Syrien ein.  

Zum anderen gilt es, den Menschen in ihrer aktuellen Notsituation schnell und effektiv zu helfen. Der Beitrag, der von Deutschland für Maßnahmen der humanitären Hilfe in Syrien und den Nachbarländern bereitgestellt wurde, hat sich von 52,4 Millionen Euro im Jahr 2012 auf rund 622 Millionen Euro im Jahr 2018 deutlich erhöht. Deutschland  war damit 2018 der zweitgrößte humanitäre Geber in der Region nach den USA. Das Auswärtige Amt und seine Partner - VN-Hilfsorganisationen, die internationale Rotkreuz-/Rothalbmondbewegung und Nichtregierungsorganisationen - sind dabei den Grundsätzen humanitärer Hilfe verpflichtet.


Wunderbar in Texas ...
Datum/Zeit: 12 Mar 2019, 14:29
Inhalt:

Einmal im Jahr stecken einige der kreativsten und innovativsten Menschen der Welt in Austin, Texas tagsüber ihre Köpfe zusammen – und feiern abends ziemlich gute Partys. Die Digital-, Musik-, und Kreativwirtschaftsmesse South by Soutwest (SXSW) ist zu einem Weltklassefestival für junge Entrepreneure, Künstler, digitale Start-ups und Freidenker geworden. Sie verhandeln die digitale Zukunft, hören oder machen selbst neue Musik und diskutieren über Lösungen für Künstliche Intelligenz, Mobilität und Gesundheit. Deutschland ist bei der Messe ein Schwergewicht: 2018 hatte es die größte Präsenz aus Europa. Im Rahmen des Deutschlandjahres in den USA kommt macht nun unter anderem die „Sequencer Tour“ als kreatives deutsches Aushängeschild in Austin 2019 ihren ersten Stopp. Ziel ist es, gemeinsame Ideen für die Zukunft der digitalen Gesellschaft und Wirtschaft zu entwickeln. Die deutsche Wertepartnerschaft mit den USA setzt somit einen deutlichen Schwerpunkt auf Innovation.

Kreativität trifft Politik

„Es ist ein großartiger Erfolg, dass diese Projekte des Deutschlandjahres USA sich hier auf der SXSW mit einem so vielfältigen Programm präsentieren können“, sagte Staatsministerin Müntefering in Austin. Hier träfen Kreative auf Politik, Wirtschaft und Medien, um Antworten zu finden. Wie verändert Digitalisierung die Welt? Mit welchen Chancen und Risiken? Welche Anreize soll Politik setzen?

Medien, Musik und Mobilität

Die Sequencer Tour ist eine digitale Roadwhow der Berliner Digitalkonferenz re:publica, dem Reeperbahn Festival sowie dem Next Media Accelerator aus Hamburg. Auf dem SXSW lud die re:publica Sci-Fi-Bestsellerautor Cory Doctorow ein, über das EU-Urheberrecht zu sprechen und veranstaltete in Panel mit führenden Kreativen aus Deutschland zur Zukunft der Mobilität. Abends gab es – wie es hier dazu gehört - Party mit Bands und DJs aus Deutschland.

Das Reeperbahn Festival aus Hamburg hat sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte für die Musikwirtschaft weltweit entwickelt und zeigt als Europas größtes Clubfestival viele aufstrebende und bereits etablierte Künstler. Beim SXSW veranstaltet es einen großen Networking-Event und Sessions zur Zukunft der Kreativwirtschaft.

Der next media accelerator ist eine Plattform für Start-Ups aus der Medienbranche und treibt mit jungen internationalen Mitgliedern Innovationen voran. In Austin veranstaltete das Netzwerk Media Matches, bei denen junge Start-ups aus Europa mit Medienverantwortlichen und Investoren zusammen gebracht werden. Im Medienmarkt sind die Folgen der Digitalisierung besonders sichtbar, Zeitungssterben, Fake News und Bürgerjournalismus sind nur drei der vielen neuen Phänomene. Rund ein Fünftel der Projekte des Deutschlandjahres beschäftigt sich mit der Digitalisierung. Auf dem SXSW präsentieren sich jedoch noch mehr innovative Projekte aus dem Deutschlandjahr: Das Berliner Institute for Sound and Music zeigt das Klangprojekt Hexadome, es gibt ein „Virtual Bauhaus“ zu entdecken und das Goethe-Institut präsentiert den mobilen Foodtruck „Wiesn‘ in a box.“


Mehr Infos zu:

Deutschlandjahr USA

South by Southwest



Außenminister Maas wirbt in Pakistan für Entspannung ...
Datum/Zeit: 11 Mar 2019, 23:02
Inhalt:

Außenminister Maas ist am Dienstag (12.03.) nach Pakistan gereist. Dem Land kommt eine entscheidende Rolle zu, um Spannungen in Afghanistan und der gesamten Region abzubauen. Die Regierung in Islamabad hatte bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr betont, die Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten verbessern zu wollen. Insbesondere mit Blick auf den Friedensprozess für Afghanistan kommt Pakistan eine Schlüsselrolle zu.

Beziehungen zu den Nachbarn verbessern

Außenminister Maas im Gespräch mit seinem pakistanischen Amtskollegen. In der Hauptstadt Islamabad führte Außenminister Maas Gespräche mit Ministerpräsident Khan und Außenminister Qureshi. Zudem stand ein Austausch mit soziale engagierten Pakistanerinnen und Pakistanern und der Besuch einer Klinik für afghanische Geflüchtete auf dem Programm.

Spannungen entschärfen

Dass das Ziel einer regionalen Annäherung kein einfaches ist, zeigen die jüngsten Spannungen zwischen Pakistan und Indien. Die Situation zwischen den beiden Atommächten hatte sich zuletzt infolge eines Terroranschlags mit mehr als 40 Toten im indisch verwalteten Teil Kaschmirs zugespitzt. Beide Länder tragen große Verantwortung dafür, eine Eskalation zu vermeiden und die Streitigkeiten friedlich im Dialog beizulegen. Aus deutscher Sicht spielt dafür auch die Bekämpfung von grenzüberschreitendem Terrorismus eine wichtige Rolle.

Deutschland unterstützt Reformen

Mit mehr als 200 Millionen Einwohnern ist Pakistan das sechstgrößte Land der Erde. Die Bevölkerung wächst rasant weiter. Fast zwei Drittel der Pakistanerinnen und Pakistaner sind jünger als 30 Jahre. Deutschland hat darum ein großes Interesse an einer demokratischen und stabilen Entwicklung im Land. Die Bundesregierung unterstützt darum die ehrgeizigen Reformanstrengungen der neuen pakistanischen Regierung. Zentrale Themen sind dabei bessere Bildung und Gesundheitsversorgung sowie Wirtschaftsförderung und der Kampf gegen Korruption.

Zum Weiterlesen

Pak


Außenminister Maas in Afghanistan ...
Datum/Zeit: 11 Mar 2019, 08:09
Inhalt:

Außenminister Maas ist am Sonntag (10.03.) nach Afghanistan gereist. Deutschland gehört zu den wichtigsten Unterstützern des Landes. Kaum ein Staat stellt so viele Mittel für den zivilen Aufbau und die Stabilisierung des Landes zur Verfügung wie Deutschland.

Deutschland zweitgrößter Truppensteller

Kabul: Außenminister Maas trifft Afghanistans Präsident Ghani. Die bis zu 1300 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind das zweitgrößte internationale Truppenkontingent in Afghanistan. In Mazar-I-Sharif  wird sich Außenminister Maas ein Bild vom Einsatz der Bundeswehr machen und Mitarbeiter eines Polizeiprojekts treffen.

Perspektiven schaffen

Damit die Menschen in Afghanistan eine Perspektive in ihrem Land sehen können, bleibt die Hilfe der Weltgemeinschaft unverzichtbar. Die Bundesregierung wird darum weiter unterstützen – nicht nur im Rahmen der NATO, sondern auch zivil und humanitär. Dazu gehört die Versorgung von Vertriebenen mit Nahrung und Trinkwasser ebenso wie die Ausbildung von Polizisten.

Unterstützung und Reformen

In Afghanistan wird Außenminister Maas eine klare Botschaft überbringen: Deutschland ist bereit, weiter zu helfen – im Gegenzug muss sich die afghanische Regierung aber auch an ihre Reformzusagen halten. Dazu gehören zum Beispiel der effektive Schutz von Demokratie und Menschenrechten sowie der Kampf gegen Korruption. Auf dem Programm des Außenministers stehen dafür Gespräche mit Staatspräsident Ghani, dem Regierungsvorsitzenden Abdullah und gesellschaftlich engagierten Frauen.

Frauen und Minderheiten beteiligen

Damit sich Afghanistan stabil entwickeln kann, kommt es vor allem darauf an, dass sich die Sicherheitslage verbessert. Die Bemühungen um einen Friedensprozess haben in den letzten Monaten an Dynamik gewonnen. Das Engagement der USA zielt dabei darauf ab, die Taliban in einen Verhandlungsprozess einzubinden, der eine friedliche Beilegung des Konflikts ermöglichen soll.

Aus deutscher Sicht ist dabei klar: Einen Frieden, der langfristig hält können nur die Afghaninnen und Afghanen selbst erreichen. Deutschland setzt sich darum dafür ein, dass alle Gruppen der Gesellschaft, insbesondere Frauen und ethnische Minderheiten, angemessen an einem Friedensprozess beteiligt werden.

Zum Weiterlesen

AFG


Deutschland und Kroatien: Gefühlte Nachbarn ...
Datum/Zeit: 7 Mar 2019, 12:52
Inhalt:

Beim Besuch der kroatischen Außenministerin Marija Pejčinović Burić in Berlin betone Heiko Maas:

Für uns steht Europa im Zentrum, denn wir werden 2020 aufeinanderfolgende Ratspräsidentschaften haben. Dies wollen wir nutzen für eine konstruktive, europapolitische Agendasetzung. Wir zählen auf Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung.

Aktionsplan zwischen „gefühlten Nachbarn“

Mit der heutigen Unterzeichnung des bilateralen Aktionsplanes wird sich der Austausch zwischen Deutschland und Kroatien deutlich verstärken: In Bereichen wie Digitalisierung, duale berufliche Bildung, Forschung & Sprachförderung sowie Klima- und Sicherheitsfragen werden sich Regierungsvertreter beider Länder aus zahlreichen Ministerien künftig öfter treffen und eng abstimmen. Maas bezeichnete den Aktionsplan als Meilenstein der bilateralen Beziehungen, die sich sehr rasch weiterentwickeln. „Wir sind  sozusagen gefühlte Nachbarn“, so der deutsche Außenminister.

Traditionell ist der Kontakt zwischen deutschen und kroatischen Bürgerinnen und Bürgern sehr eng: In Deutschland leben 370.000 Kroaten, gleichzeitig besuchten 2018 so viele Deutsche Kroatien, wie noch nie zuvor.

Kroatiens wichtige Rolle im Westbalkan und Europa

Für Deutschland und die EU ist der Westbalkan eine strategische Schlüsselregion. Stabilität, Demokratie und Wirtschaftswachstum sind essentiell in unmittelbarer Nachbarschaft. Maas betonte, dass Deutschland zur europäischen Perspektive des westlichen Balkans stehe. Man verbinde klare Angebote mit eigenen Erwartungen. Auch Kroatien sieht den westlichen Balkan als Priorität seines Ratsvorsitzes und sieht seinerseits Deutschland als wichtigen Partner für die Region. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft wird „Einigkeit“ und „gemeinsame Stärke“ als Leitmotive haben. Hier zählt man auf Kroatien als Partner für ein geeintes Auftreten der EU.


Deutschland und Dänemark: Starke Partner für ein Europe United ...
Datum/Zeit: 6 Mar 2019, 11:12
Inhalt:

Nach dem Vorstoß des französischen Präsidenten Emmanuel Macron griff Außenminister Heiko Maas beim Treffen mit Anders Samuelsen die Debatte über Europas Zukunft auf:

Bei allen Fortschritten sehen wir auch noch Handlungsbedarf. Die EU muss schlagkräftiger werden. Es steht uns gut an, eine engagierte Debatte zu führen darüber, wie wir uns die EU vorstellen. Das darf ruhig eine kontroverse, eine leidenschaftliche Debatte sein.

Die Hauptsache, so Maas weiter, sei eine konstruktive und lösungsorientierte Diskussion. Man dürfe nicht denen das Feld überlassen, die den Menschen Angst vor Europa mache wollten. Ziel sei es, Reformideen zur Stärkung der EU zu entwickeln, die bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Maas und Samuelsen diskutierten bei ihrem Gespräch deshalb unter anderem eine Initiative zu mehr Rechtsstaatlichkeit in der EU.

Dänemark: starker Partner und Freund

Dänemark und Deutschland stehen vor einem besonderen Jahr: Im November werden beide Länder unter Schirmherrschaft der beiden Außenminister in Kopenhagen die Ausstellung „Germany – Memories of a Nation“ im dänischen Nationalmuseum eröffnen. Sie leitet das „Deutsch-Dänische Kulturelle Freundschaftsjahr 2020“ ein. Das Jubiläumsjahr mit vielen zusätzlichen Kultur- und Austauschprogrammen soll an die Volksabstimmungen über die Ziehung der heutigen Grenze zwischen beiden Ländern erinnern und soll gleichzeitig vor allem gemeinsame Zukunftsthemen behandeln. Heute teilen Dänemark und Deutschland viele zentrale Grundwerte beim Demokratieverständnis, der Meinungs- und Religionsfreiheit sowie beim Minderheitenschutz. „Sowohl auf bilateraler als auch auf europäischer Ebene sind wir starke Partner und Freunde, die gleiche Ziele verfolgen“, betonte Maas heute.


Besonderes Vertrauen in Europa

Einer Eurobarometer-Umfrage zufolge haben die Bürger von Dänemark und Deutschland besonders viel Vertrauen, dass ihre Stimme in der EU zählt. Dänemark ist mit 73% Spitzenreiter, Deutschland mit 70% der Bürgerinnen und Bürger auf Platz 3.

Zum Weiterlesen

Bilat


Die 5 wichtigsten Vorhaben Deutschlands und Frankreichs im Sicherheitsrat ...
Datum/Zeit: 5 Mar 2019, 12:36
Inhalt:

Am 1. März haben Deutschland und Frankreich im Weltsicherheitsrat ein historisches Projekt gestartet. Für die nächsten zwei Monate verzahnen die beiden Länder ihre jeweilige Präsidentschaft – Frankreich im März und Deutschland im April  – zu einer „Jumelage“, Zwillingspräsidentschaften mit einem gemeinsam entwickelten ehrgeizigen Programm. Damit setzen beide den Vertrag von Aachen auch auf internationaler Bühne um, denn in diesem wurde enge Kooperation auch im UN-Sicherheitsrat festgelegt. Außerdem treiben Deutschland und Frankreich mit ihren gemeinsamen Initiativen auch die europäische Agenda im wichtigsten Gremium der UN voran und wollen damit die europäische Stimme sowie gemeinsame Werte stärken. Die klare Botschaft: Nur multilaterale Zusammenarbeit kann weltweit den Frieden stärken.

Was genau steht auf der gemeinsamen Tagesordnung?

1) Sahel-Region im Fokus

Gemeinsam mit Côte d‘Ivoire organisieren Deutschland und Frankreich Ende März eine Reise des Sicherheitsrates nach Mali und Burkina Faso. Dort wird vor allem die Krisenprävention sowie die enge Zusammenarbeit der EU mit der UN in dieser Region und im Bereich Frieden und Sicherheit im Mittelpunkt stehen. Anschließend wird die Lage in Mali und die Friedensmission MINUSMA auch im Sicherheitstrat selbst diskutiert. Bei seiner kürzlichen Reise nach Westafrika hatte Außenminister Heiko Maas das finanzielle und personelle Engagement Deutschlands vor Ort in allen Phasen des Krisenmanagements unterstrichen.

2) Humanitäre Helfer schützen, humanitäres Völkerrecht und humanitäre Prinzipien stärken

Deutschland und Frankreich wollen humanitäres Völkerrecht und humanitäre Prinzipien stärken. Als Brücke zwischen ihren beiden Vorsitzen wollen beide Länder Anfang April auf zwei Veranstaltungen in New York Antworten auf die Fragen finden: Wie kann man humanitäre Helfer in Konflikten weltweit besser vor Gewalt schützen? Wie kann man die existierenden Verpflichtungen besser umsetzen und ihnen Geltung verschaffen? In zu vielen Konflikten werden humanitäres Völkerrecht und humanitäre Prinzipien nicht eingehalten. Und: Wie kann man Menschen in Not ganz praktisch besser mit dem Notwendigsten versorgen? Aus diesem Anlass wird Außenminister Heiko Maas zu Beginn der deutschen Präsidentschaft nach New York reisen.

3) Kleinwaffen reduzieren & Terrorismusfinanzierung eindämmen

Deutschland und Frankreich unterstützen gemeinsam die Bekämpfung von Waffenhandel auf dem Balkan. zu diesem Zweck soll unter anderem die Zusammenarbeit der Behörden in den sechs Staaten des Westbalkan verbessert werden. Diese Initiative wollen beide in der UN vorstellen, denn sie ist erfolgreich und kann als Vorbild für andere Regionen dienen, wie zum Beispiel Westafrika, Lateinamerika oder die Karibik.

Frankreich legt einen weiteren Schwerpunkt ihres Vorsitzes im Sicherheitsrat auf die Bekämpfung von weltweiter Terrorismusfinanzierung.

4) Mehr Schutz und Teilhabe für Frauen

Die Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen muss höher werden. Dieses Ziel werden Frankreich und Deutschland auch in einer informellen Sitzung des Sicherheitsrats Mitte März mit Fokus auf der Sahel-Region verfolgen. Auch im April wird Deutschland vor allem sein Schwerpunktthema „Frauen, Frieden und Sicherheit“ im Sicherheitsrat voran bringen. Es soll zwei offene Debatten geben, zu Frauen in UN-Friedensmissionen und zur Bekämpfung und Prävention sexueller Gewalt in Konflikten. Die UN-Resolution 1325 hatte im Jahr 2000 neue Maßstäbe bei der politischen Beteiligung sowie beim Schutz von Frauen in Konflikten gesetzt, seitdem spricht man international verstärkt darüber. Deutschland setzt sich für die Umsetzung mit einem nationalen Aktionsplan aber auch innerhalb der EU ein. Staatsministerin Müntefering sagte dazu in New York: „Wir können es uns nicht leisten, das Potential der Frauen für Sicherheit, Stabilität und nachhaltigen Frieden zu vernachlässigen, wie es immer noch der Fall ist.“ Mehr Infos finden Sie hier.

5) Abrüstung

Abrüstung gehört wieder stärker auf die internationale Agenda, dies hatte Außenminister Heiko Maas mehrfach betont. Anfang April wird Deutschland eine Sitzung des Sicherheitsrates zu nuklearer Nichtverbreitung und Abrüstung leiten. Heiko Maas möchte den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag  und seine Prinzipien und darin enthaltenen Verpflichtungen stärken. Deutschland ist unter anderem in der Proliferation Security Initiative aktiv, die den Transport von Material für Massenvernichtungswaffen unterbinden will.


Zwei Kontinente, ein Ziel ...
Datum/Zeit: 4 Mar 2019, 15:32
Inhalt:

Europa ist auf dem afrikanischen Kontinent außenpolitisch der wichtigste Akteur. Mit keiner Region handelt Afrika so viel wie mit der EU, gleichzeitig ist die EU mit Ihren Mitgliedsstaaten der größte ausländische Investor in der Region. Mit der jüngsten Bevölkerung der Welt brauchen die afrikanischen Staaten vor allem Jobs. Weitere Investitionen und genügend Bildung sind deshalb zentral. Vor sechs Monaten schlug EU-Kommissionspräsident Juncker eine „Allianz Afrika-Europa für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze“ vor. Die EU unterstützt bei dieser Allianz Zugang zu Investitionen und stärkt somit das Unternehmertum vor Ort. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren 10 Millionen dringend benötigte Jobs auf dem Nachbarkontinent zu schaffen. Über 100.000 Studierende sollen durch das Austauschprogramm Erasmus+ in den kommenden Jahren Erfahrungen in anderen Ländern sammeln können, zudem stärkt die EU die Ausbildung von jungen Menschen und Lehrern in Afrika.

Frieden und Sicherheit

Wie auch die Reise von Außenminister Maas nach Westafrika zeigte, ist Sicherheit die Voraussetzung  für erfolgreiche Entwicklung. Deshalb kommt in vielen Ländern Konfliktvorsorge und -managment eine zentrale Rolle zu. Neben von der UN geführten Friedensmissionen leitet die EU zurzeit 9 Missionen, die mehr als 30.000 afrikanische Soldaten, Polizisten und Richter ausbilden. Durch die Mission EU NAVFOR konnte die EU am Horn von Afrika die Aktivitäten von Piraten deutlich reduzieren. Durch die „Afrikanische Friedensfazilität“ unterstützt die EU zudem viele Friedensmissionen, die von der AU oder afrikanischen Staaten geführt werden.

Klimaschutz

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind die größten Geber bei der Klimafinanzierung in Entwicklungsländern mit allein 20,2 Milliarde Euro im Jahr 2016. Ein Großteil davon ging nach Afrika. Die EU unterstützt dort auch Biodiversität und Regenwaldschutz, zum Beispiel durch die Bekämpfung von Tierschmuggel und die Vermittlung bei Landkonflikten. Auch beim Thema erneuerbare Energien ist die EU Afrikas größter Partner. Zwischen 2014 und 2020 fließen 2,7 Milliarden Euro aus der EU in diesen Bereich. In den vergangenen Jahren haben beispielsweise 18,2 Millionen AfrikanerInnen dank Unterstützung der EU Zugang zu Strom bekommen.

EU mit einer Stimme in Afrika

Die außenpolitische Handlungsfähigkeit der europäischen Union wird besonders immer dann deutlich, wenn sie gegenüber anderen Regionen eine einheitliche Politik verfolgt. In Afrika stimmen die EU-Mitgliedsstaaten in wichtigen Bereichen ihre Maßnahmen ab und sprechen in Verhandlungen mit den dortigen Regierungen meist mit einer Stimme. So setzt Europa seine Ressourcen besser ein, und die Partnerschaft mit Afrika verfolgt eine klare und einheitliche Strategie. Die Staats- und Regierungschefs der EU und der Afrikanischen Union treffen sich alle drei Jahre, zuletzt 2017 in Abidjan. Die Kommissionen von AU und EU treffen sich jährlich, genauso wie die Außenminister aller beteiligten Staaten.


Syriens kulturelles Erbe bewahren ...
Datum/Zeit: 1 Mar 2019, 11:34
Inhalt:

Terror und Krieg haben in Syrien unfassbares menschliches Leid angerichtet und ganze Städte als Lebensgrundlage der Bevölkerung zerstört. Das seit gestern in Berlin ausgestellte „Syrian Heritage Archive Project“ hilft, zerstörte Kulturgüter zu dokumentieren und damit einen kleinen Beitrag zum späteren Wideraufbau zu leisten. Konkret erstellen Forscher in dem Projekt ein digitales Kulturgüterregister für Syrien, es ist das weltweit größte Projekt seiner Art.

„Bewahren und Archivieren in Zeiten des Krieges“: Ausstellung im Pergamonmuseum in Berlin

Gestern eröffnete Staatsministerin Michelle Müntefering die Ausstellung „Kulturlandschaft Syrien – Bewahren und Archivieren in Zeiten des Krieges“:

Das wertvolle Kulturerbe Syriens ist Ausdruck seiner kulturellen und religiösen Vielfalt. Der drohende Verlust dieses Erbes geht einher mit dem Verlust kultureller Verwurzelung.

Seit 2013 wird das „Syrian Heritage Archive Project“ aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts gefördert und ist eine Kooperation zwischen dem Museum für Islamische Kunst, dem Deutschen Archäologischen Institut und dem Archaeological Heritage Network.

Syriens reiche Kultur

Die Entstehung städtischen Lebens oder das Alphabet haben in Syrien ihre historischen Ursprünge. So ist Aleppo die älteste durchgehend bewohnte Stadt der Welt. Im Rahmen des Syrian Heritage Archive Projects setzt sich das Museum für islamische Kunst in vielen Bereichen für Kulturschutz ein:

Im „Aleppo Built Heritage Documentation Project“ werden Zerstörungen an wichtigen historischen Gebäuden der Altstadt detailliert dokumentiert. Bei „Crossroads Aleppo: Unsere Stadt, gemeinsames Kulturerbe, unsere Erinnerung“ werden die Bewohner Aleppos einbezogen und Hintergrundmaterial zu historischen Aleppiner Bauwerken erarbeitet. Die „Interactive Heritage Map of Syria“ sammelt mündliche Überlieferungen und Erinnerungen aus Syrien und über Syrien.

Das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts widmet sich der Bewahrung von kulturellem Erbe weltweit. Für Außenminister Maas ist diese Arbeit sehr wichtig, denn: 

Die Zerstörung von Kulturgut ist einem Angriff auf das Herz der menschlichen Zivilisation gleichzusetzen.

 

Informationen zum Kulturerhalt-Programm

Informationen zum "Syrian Heritage Archive Project"


Humanitäre Großkrise in Jemen: Deutschland sagt Unterstützung zu ...
Datum/Zeit: 28 Feb 2019, 09:26
Inhalt:

Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise weltweit. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Hälfte aller Kinder ist chronisch mangelernährt und hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Zwar hat es zuletzt Bewegung im politischen Prozess gegeben: Erstmals seit Jahren haben die jemenitischen Konfliktparteien Ende 2018 direkte Gespräche geführt und erste Vereinbarungen getroffen, etwa über eine Waffenruhe für Hodeidah und den Austausch von Gefangenen. Aber die Versorgungslage für Millionen Menschen bleibt höchst prekär. Außenminister Maas sagte am Rande seiner Afrika-Reise:

Wir können und werden über das Leid der Menschen in Jemen nicht hinwegsehen.

Der deutsche Beitrag: humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Mio. Euro in diesem Jahr

Die Vereinten Nationen haben in ihrem humanitären Hilfsplan, dem Yemen Humanitarian Response Plan, den massiven Hilfsbedarf ermittelt: rund 4,2 Milliarden US-Dollar für 2019. Bei einer Geberkonferenz in Genf am 26.2. hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres mit allem Nachdruck an die internationale Gemeinschaft appelliert, zusätzliche Mittel für humanitäre Hilfe bereitzustellen.

Deutschland sagt für das laufende Jahr Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Jemen zu und ist damit nach Großbritannien der zweigrößte bilaterale Geber außerhalb der Region. Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt Bärbel Kofler leitete die deutsche Delegation bei der Konferenz:

Deutschland leistet einen substanziellen Beitrag, um die humanitäre Krise in Jemen zu bewältigen. Humanitäre Hilfe ist am wirkungsvollsten, wenn sich alle Geber gemeinsam koordinieren und abstimmen.

Deutschland hilft verlässlich: 39 Mio. Euro sind schon fest verplant

Der Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt auf der Nahrungsmittelnothilfe, der Gesundheitsversorgung und im Bereich Trinkwasser, Sanitär, Hygienemaßnahmen sowie der Gewährleistung von humanitärem Schutz. Rund 39 Millionen Euro sind schon fest verplant, damit befindet sich gut ein Drittel der Mittel bereits in der Umsetzung.

Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen setzt sich Deutschland auch für den uneingeschränkten Zugang von Hilfsgütern und Helfern ein. Außenminister Maas sagte:

Genauso muss der Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Infrastruktur sichergestellt werden. Das schließt ausdrücklich auch Mitarbeiter und Einrichtungen ein, die notleidenden Menschen humanitäre und gesundheitliche Versorgung gewähren. Langfristig aber hilft nur, mit aller Ausdauer an einer politischen Lösung zu arbeiten, so komplex die Konfliktlage in Jemen auch ist.

Deutschland begleitet den politischen Prozess für einen dauerhaften Frieden in Jemen engagiert. Auch Stabilisierung und Entwicklungszusammenarbeit werden fortgeführt.


Gemeinsam für Multilateralismus und Frauenrechte! ...
Datum/Zeit: 27 Feb 2019, 17:18
Inhalt:

Internationale Kooperation und liberale Werte stehen weltweit unter Druck. Diesem Druck eine gemeinsame positive Agenda entgegenzusetzen und für die Einhaltung von Regeln einzutreten ist ein Hauptziel deutscher Außenpolitik. Außenminister Heiko Maas sagte dazu:

 

Die Frage, welche Zukunft der Multilateralismus und die liberale Weltordnung haben, die wird natürlich nicht allein in Europa entschieden. Vieles wird davon abhängen, ob wir es schaffen, gemeinsame Sache zu machen mit den Partnern weltweit, die unser Interesse und die Überzeugung von der Notwendigkeit liberaler Werte und multilateraler Diplomatie teilen.

 

In Lateinamerika und der Karibik teilen die meisten Länder unsere Werte und Interessen. Sie sind natürliche Verbündete, um den Multilateralismus zu stärken. Und auch sie müssen sich schwierigen nationalen und internationalen Entwicklungen stellen. Mit der Region verbindet uns nicht nur der Wille, nach den Regeln zu spielen und Probleme gemeinsam zu lösen. Sondern, so Außenminister Maas, auch die Übereinstimmung, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und fairer, freier Handel der einzig richtige Weg sind. Deutschland will diese Staaten stärker ins Zentrum seiner Außenpolitik rücken – auch um nationalistischen Tendenzen gemeinsam die Stirn zu bieten.

 

Eine neue Lateinamerika- und Karibik-Initiative des Auswärtigen Amtes wird Deutschland und die Region enger verzahnen. Das Ziel: Mehr Kooperation bei Menschenrechten sowie in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. "Wir wollen gemeinsame Netzwerke ausbauen, voneinander lernen und auf internationaler Bühne für unsere gemeinsamen Werte eintreten", so Heiko Maas.

 

Die Region zu Gast in Berlin: „Lateinamerika-Karibik-Konferenz“ am 28.5.

 

Außenminister Maas wird zusammen mit AmtskollegInnen aus Lateinamerika und der Karibik sowie mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft über unsere Zukunft sprechen:

Welche Herausforderungen sind besonders drängend, wie intensivieren wir unseren Austausch, was können wir gemeinsam am besten erreichen?  Neben öffentlichen Diskussionen und Vorträgen diskutieren die Außenminister auch mit ExpertInnen über Rechtsstaatszusammenarbeit, Klimawandel und Green Economy, Wirtschaft und Wissenschaft. Am 29.5. ist Lateinamerika und die Karibik Partnerregion beim Zukunftsforum zur Digitalen Revolution. Gemeinsam mit internationalen Experten werden die Teilnehmer diskutieren, was die Digitale Revolution für die Außen- und Sicherheitspolitik bedeutet.

 

Das Frauennetzwerk für Geschlechtergerechtigkeit

 

In Lateinamerika befinden sich 14 der 25 Länder mit den weltweit höchsten Tötungsraten gegenüber Frauen, täglich sterben 12 Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts. Gleichzeitig wächst der Widerstand gegen diese Missstände. Gleichberechtigung der Geschlechter wird in der Region zunehmend thematisiert. Hier setzt das Auswärtige Amt an: Deutschland möchte einen Beitrag zur Stärkung der Rolle von Frauen weltweit leisten und wird gemeinsam mit deutschen und lokalen Partnern ein Frauennetzwerk gründen, welches Frauen in Lateinamerika, der Karibik und Deutschland stärken und verbinden soll. Konkret plant das Auswärtige Amt unter anderem einen Preis für besonderes Engagement für Frauenrechte und Demokratie, Präventivmaßnahmen sowie einem intensiven Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu diesem Thema. Die Kriterien für die Preisvergabe und für die Förderung von Projekten werden von den Mitgliedern des Netzwerkes gemeinsam entwickelt.

 

Staatsministerin Michelle Müntefering sagte dazu:

 

Wir können es uns im 21. Jahrhundert nicht leisten, über Frieden, Frauen und Sicherheit zu reden, ohne dass Frauen gleichberechtigt am Tisch sitzen. Sie müssen vielmehr Akteure und Gestalterinnen von Friedens- und Sicherheitspolitik sein, - nicht Empfängerinnen politischer Entscheidungen.


Gemeinsam Konflikte bewältigen ...
Datum/Zeit: 27 Feb 2019, 09:28
Inhalt:

Als letzte Station seiner Westafrikareise besucht Außenminister Maas Mali – ein Land, das weiter unter dem anhaltenden Terrorismus und ethnischen Spannungen leidet. Deutschland engagiert sich vor Ort über die Beteiligungen an der Mission der Vereinten Nationen MINUSMA, der zivilen EU-Mission EUCAP Sahel Mali sowie der EU-Ausbildungs- und Beratungsmission EUTM Mali.

Erfolgreicher VN-Einsatz mit Beteiligung der Bundeswehr

Außenminister Maas schüttelt die Hand eines in Mali stationierten Bundeswehrsoldaten. Mit bis zu 1100 Soldatinnen und Soldaten sowie bis zu 20 Polizistinnen und Polizisten ist MINUSMA aktuell der größte deutsche Auslandseinsatz der Bundeswehr im Rahmen einer VN-Mission. Um einen Eindruck des Einsatzes der Bundeswehr zu gewinnen, besucht Maas das Feldlager Castor bei der Stadt Gao im Norden Malis. In Bamako wird er auch mit dem Sonderbeauftragten der VN für Mali und MINUSMA-Leiter Mahamat Saleh Annadif über die zukünftige Ausrichtung und Aufgaben der Mission sprechen.

Im Rahmen von MINUSMA trägt die Bundeswehr konkret zur Wiederherstellung der staatlichen Ordnung im Norden Malis und damit zu Frieden und Stabilität im Land bei. Dies hat unmittelbare positive Auswirkungen auf die Stabilität der gesamten Sahel-Region. Die Mission zeigt Erfolge: Die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien hält größtenteils, der Zugang zum Norden Malis konnte verbessert werden und die nationale Wahlen verliefen in 2018 weitgehend friedlich.

Die Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission (MINUSMA) der Vereinten Nationen in Mali wurde 2013 durch den VN-Sicherheitsrat ins Leben gerufen. Das aktuelle Mandat der VN läuft bis Ende Juni 2019. Die Mission soll die Umsetzung des zwischen malischer Regierung und Rebellen geschlossenen Friedensabkommens von Algier unterstützen. Ein Fokus liegt besonders darauf, staatliche Strukturen im Norden des Landes zu stärken, die Zivilbevölkerung zu schützen und zur Stabilisierung der vom Konflikt betroffenen Gebieten beizutragen.

Gemeinsam nachhaltigen Frieden schaffen

Außenminister Maas mit der malischen Außenministerin Für die Bundesregierung steht fest: Für eine erfolgreiche Stabilisierung des Landes, dessen Konflikte auf die Region überzugreifen drohen, ist eine gemeinsame Anstrengung der malischen Regierung, der Nachbarstaaten und der internationalen Gemeinschaft notwendig. Deshalb begrüßt und unterstützt Deutschland den Aufbau einer gemeinsamen Einsatztruppe der Sahel G5-Staaten (Mali, Burkina Faso, Tschad, Mauretanien, Niger). Bei Gesprächen mit dem malischen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta und der Außenministerin Kamissa Camara wird es deshalb darum gehen, wie der stockende Friedensprozess beschleunigt werden kann.

Vernetzter Ansatz der deutschen Förderung

Das deutsche Engagement in Mali verfolgt einen vernetzten Ansatz, der militärische Missionen, zivile Projekte, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe miteinander verbindet. Deshalb trifft Maas im Rahmen seines Besuchs auch deutsche Polizistinnen und Polizisten und zivile Expertinnen und Experten.

Kulturerhalt in der Krise

Ein wichtiges Thema der Reise ist das deutsche Engagement beim Erhalt von Kulturgütern in Konfliktgebieten. Außenminister Maas besichtigt die jahrhundertealten islamischen Handschriften von Timbuktu. Bei der Eroberung der uralten Stadt durch islamistische Terrorgruppen in den Jahren 2012/2013 konnten die Handschriften mit Unterstützung des Auswärtigen Amts in einer abenteuerlichen Rettungsaktion vor der Zerstörung bewahrt werden. Seitdem werden sie in der Hauptstadt Bamako restauriert und digitalisiert.

Westafrikareise: Verschiedene Phasen im Kreislauf des internationalen Krisenmanagements

Außenminister Maas reist im Zuge seiner Westafrikareise nach Sierra Leone, Burkina Faso und Mali. Den Ländern ist gemein, dass sie alle in verschiedenen Phasen des internationalen Krisenmanagements stehen: Sei es im Bereich der Konfliktprävention, dem Weg aus der Krise oder der nachhaltigen Friedenssicherung nach der Krise. Konfliktprävention, nachhaltige Friedenssicherung und Stärkung eines umfassenden Ansatzes für die Lösung und Verhinderung von Konflikten sind Schwerpunkte deutscher Außenpolitik und der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat.

Gleichzeitig ist das Auswärtige Amt von der Bundesregierung damit betraut, die Leitlinien für die Afrikapolitik Deutschlands zu überarbeiten – ein Prozess der aktuell kurz vor dem Abschluss steht. Vor diesem Hintergrund geht es Außenminister Maas auch darum, vor Ort zu sein und zu verstehen: Wie und in welchem Rahmen kann die Kooperation mit afrikanischen Ländern vertieft, verbessert und zeitgemäß werden? Wie kann Deutschland einen Beitrag – sei es bilateral oder im Rahmen multilateraler Netzwerke – bei Konfliktprävention und Krisenbewältigung in Afrika leisten?


Nichts als die Wahrheit ...
Datum/Zeit: 27 Feb 2019, 09:24
Inhalt:

Khadidja Maiga (Name geändert) verlangt nicht viel. Sie will einfach nur, dass ihr zugehört wird und der Staat anerkennt, welches Leid ihr widerfahren ist. Als die islamistischen Terrormilizen in ihr Dorf kamen, rannte sie mit ihrem Mann, einem Regierungsbeamten, und ihren Zwillingsjungen panisch davon. Sie waren einen Hügel hinuntergelaufen und glaubten schon, entkommen zu sein, als die bewaffneten Männer von hinten auf die Familie schossen. Ihr Mann und eines der Kinder starben. Khadidja Maiga selbst schleppte sich schwer verletzt mit ihrem anderen Sohn in die nächste Siedlung. Später floh sie aus der nordöstlichen Unruheregion Gao nach Bamako, der Hauptstadt Malis, wo sie als Binnenvertriebene bis heute lebt.

Khadidja Maigas Geschichte ist eine von tausenden Fällen, die die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Mali dokumentiert hat. Die Kommission wird mit Mitteln des Auswärtigen Amts von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert und begleitet – mit Schulungen, Beratungen und technisch-logistischer Unterstützung. Sie ist Teil des Friedensvertrags im Krisenstaat Mali, den die malische Regierung 2015 mit aufständischen Rebellen und Milizen aus Nord-Mali geschlossen hat. Die GIZ hat zusammen mit dem Versöhnungsministerium mehrere Regionalbüros aufgebaut und Mitarbeiter in der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen geschult. Überall im Land werden Interviews geführt. Doch niemand wusste damals, ob die Kommission das Land tatsächlich stabilisieren helfen können würde, denn anders als etwa in Südafrika oder Chile ist der Konflikt hier noch immer nicht gelöst. Es stand die Frage im Raum, ob es einer Wahrheits- und Versöhnungskommission gelingen kann, den Kreislauf von Hass und Gewalt zu durchbrechen und Vertrauen in den Staat zu schaffen.

"Das erste Mal, dass eine staatliche Kommission uns zuhört"

Flüchtlingskind aus Nordmali "Wir sind selbst überrascht, wie gut die Kommission aufgenommen wird und wie hoch ihre Glaubwürdigkeit ist", sagt Anne-Katrin Niemeier, GIZ-Projektleiterin in Mali. Sogar aus den nördlichen Unruheprovinzen Ménaka und Kidal kommen nun seitens der Bevölkerung Forderungen nach eigenen Regionalbüros. "Viele sagen, es sei das erste Mal, dass eine staatliche Institution ihnen wirklich zuhört."

Die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission ist in einen größeren Gesamtansatz eingebettet. Dazu gehören beispielsweise die von der GIZ organisierten Friedensdialoge, in denen Menschen zusammenkommen, die seit Beginn der jüngsten Krise 2012 keinen Kontakt mehr zueinander hatten. Um zu zeigen, dass Annäherung und Versöhnung sich lohnen, werden diese Gespräche von Mikroprojekten flankiert: etwa dem Wiederaufbau eines Basketballplatzes für Jugendliche, der von Dschihadisten zerstört wurde; einer neuen Straße oder der Instandsetzung eines Brunnens. Oft entsteht dadurch eine positive Dynamik, die sich die Projektträger zwar erhoffen, die unter den herrschenden Bedingungen aber nicht garantiert ist.

Jeder einzelne Friedensdialog ist ein kleiner Schritt in einem großen Konflikt, aber ohne eine Annäherung der Konfliktparteien können noch so viele Soldaten der Blauhelmmission "MINUSMA" nach Mali geschickt werden – die Gewalt droht in Wellen immer wieder auszubrechen. Um dauerhafte Stabilität zu erreichen, müssen die Partner des Friedensabkommens von Algier dringend an den Ursachen arbeiten. Das Auswärtige Amt, und hier die Abteilung für Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge und Humanitäre Hilfe hat die Versöhnungsarbeit in Mali seit 2013 mit insgesamt rund 22 Mio. Euro unterstützt.

Klassischer Konflikt um knappe Ressourcen

Karte von Mali und der Region Eines der Grundproblem in Mali ist schon viele Generationen alt: Im Norden leben die traditionell nomadischen Wüstenvölker der Tuareg und Fulbe, die schon sehr lange islamisiert und kulturhistorisch stark von Nordafrika und der arabischen Kultur beeinflusst sind. Der Süden wird dagegen von der Ethnie der Bambara dominiert, lebt von der Landwirtschaft und gehört kulturell zu Subsahara-Afrika. Zum Islam sind die meisten Südmalier erst nach der französischen Kolonialisierung konvertiert. 

Die Völker des Südens stellen den größten Teil der Regierung  und haben den Norden jahrzehntelang vernachlässigt. Gewaltsame Konfrontationen mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen und sogar Massaker hat es seit der Gründung Malis immer wieder gegeben. All das ist nie aufgearbeitet worden. Deshalb geht es im aktuellen Konflikt unter Anderem um Gleichberechtigung, um Teilhabe und Anerkennung. Auch deshalb umfasst das Mandat der Wahrheits- und Versöhnungskommission einen Zeitraum von 60 Jahren, denn auch das Leid der Vergangenheit soll  anerkannt und bearbeitet werden.

Wut und Frust über die Regierung haben dazu beigetragen, dass sich die Tuareg 2012 vom restlichen Land abspalten wollten, sie sich teilweise radikalisierten und mit dschihadistischen Gruppen aus dem arabischen Raum, die Nordmali als Rückzugsraum nutzen wollten, verbündeten. Vor dem Eingriff der französischen Armee drohte der westafrikanische Staat in die Hände internationaler Dschihadisten zu fallen und auseinanderzubrechen.

Mikroprojekte helfen den Frieden stabilisieren

Kommissarin Ouleymatou Sow Dembele Um den extremistischen Gruppen die Unterstützung der Bevölkerung zu entziehen, muss sich Frieden für die Menschen lohnen. Zur Stabilisierung der fragilen Lage finanziert das Auswärtige Amt die mit den Friedensdialogen verknüpften "Mikroprojekte" – Projekte wie ein Getreidespeicher für eine multiethnische Frauenkooperative "Frauen in Gao", wo auch die Bundeswehrsoldaten stationiert sind. In den Dialogforen wird gemeinsam entschieden, was die Gemeinschaft braucht. "Solche Projekte sind für den Frieden nützlicher als tausend Reden", sagt Zahabi Ould Sidi Mohamed, Malis ehemaliger Außen- und Versöhnungsminister, der heute der Entwaffnungskommission vorsitzt.

Dass es gelingen kann, auch in einem Vielvölkerstaat wie Mali friedlich zusammenzuleben, zeigt nicht zuletzt auch die Wahrheitskommission selbst, in der alle Ethnien und Religionen, Frauen wie Männer vertreten sind. Die Kommission wird von allen Unterzeichnern des Friedensvertrags akzeptiert und genießt großes Ansehen. "Wenn man erlebt, wie engagiert diese rund 100 Mitglieder miteinander diskutieren“, sagt GIZ-Projektleiterin Niemeier, „dass sie streiten, es ihnen aber immer nur um die Sache geht, dann bekommt man einen dieser Gänsehautmomente." 

Das historische Beispiel Europa könne den Maliern Mut machen, so Zahavi Ouid Sidi. Er sage seinen Landsleuten oft: "Wenn Deutsche und Franzosen nach all den Millionen Toten der Weltkriege enge Partner und Freunde werden konnten, dann können wir es auch." Doch dazu ist vor allem eine ehrliche Aufarbeitung der Vergangenheit nötig. „Um zu versöhnen, muss man die Wahrheit kennen“, betont der Ex-Minister. Derzeit werden die Menschenrechtsverletzungen, die die Wahrheitskommission zusammengetragen hat, systematisch ausgewertet; anschließend soll ein Programm für Wiedergutmachungs- und Entschädigungsleistungen entschieden werden. "Ohne Wahrheitsfindung gibt es keine dauerhaften Frieden", sagt Ouleymatou Sow Dembele, ein Mitglied der Kommission. "Und ohne Entschädigung keine Versöhnung."

Ganzheitliches Deutsches Krisenengagement in Mali
Deutschland engagiert sich in Mali mit dem gesamten Spektrum seiner Instrumente der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung. Im Rahmen des "vernetzten Ansatzes" werden außen-, entwicklungs- und sicherheitspolitische Maßnahmen flexibel und aufeinander abgestimmt eingesetzt. Ein sicheres Umfeld für die friedliche, politische Teilhabe der Bevölkerung ist die Voraussetzung für weitere Schritte in Richtung eines nachhaltigen Friedens.

Daher beteiligt sich Deutschland an Friedensmissionen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union in Nord- und Zentralmali. Um die Umsetzung des Friedensvertrags in Nord-Mali zu stärken und die politische Grundlage für ein friedliches Miteinander der Gesamtbevölkerung zu stärken, unterstützt Deutschland die malische Regierung außerdem bei seiner Verfassungsreform, der innerstaatlichen Aussöhnung und im Kapazitätsaufbau des Sicherheitssektors. Damit die Vorteile des friedlichen Miteinanders – im Gegensatz zur Kriegsökonomie -  schnell als so genannte "Friedensdividende" sichtbar werden, finanziert Deutschland Mikroprojekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen und des sozialen Zusammenhalts in den von der Krise am stärksten betroffenen Nordregionen.

Dennoch sind in Mali laut dem humanitären Bedarfsplan der Vereinten Nationen 3,2 Mio. Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Diese hat Deutschland allein 2018 mit rund 15 Mio. EUR und einem Fokus auf Nahrungsmittelhilfe, der Verbesserung der Ernährungssituation sowie Schutz und Versorgung von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen gefördert. Trotz aktiver Konflikte in Mali ist unsere entwicklungspolitische Unterstützung in der Landwirtschaft, Wasserversorgung, gute Regierungsführung und Dezentralisierung wichtig für längerfristige Entwicklung, Perspektiven und politische Reformen. Den Erhalt reicher kultureller Schätze trotz akuter Krisen und Konflikte unterstützt Deutschland als Partner für Kulturerhalt und akademische Ausbildung. Zum Beispiel durch die Sicherung, Restaurierung und Digitalisierung von wertvollen Handschriften in Timbuktu.