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Kategorie: Spiele & Games
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31 (2016) ...
Datum/Zeit: 26 Sep 2016, 12:01
Inhalt:

Rob Zombie macht erneut sein eigenes Ding und bringt mit 31 einen 70er Jahre ähnlichen Horror-Trash Film, der den Zuschauern, dass Blut in den Adern gefrieren lassen soll. Als großer Fan der Filme die der Schock-Rocker bisher auf Zelluloid gebannt hat, habe ich mich auf diese Horrorvision ganz besonders gefreut. Doch wurde ich vollends von dem Endprodukt überzeugt?

Willkommen im Terrordrome

31 erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, die sich in einem Van auf eine Reise ins Nirgendwo zusammengeschlossen hat. Wir treffen hier auf Charly, gespielt von Robs Ehefrau Sheri Moon Zombie. Roscoe Pepper, gespielt von Jeff Daniel Phillips, der Fans bereits aus "Lords of Salem" bekannt sein sollte und einer Handvoll weiteren Charakter die dem 70er Jahre Horrorfilmklischee entsprechen. Nachdem die bunte Mischung aus Menschen an bekannten Schocker typischen Stationen, wie einer Tankstelle mit Hillbilly-Opa, vorbeigekommen sind, entfaltet sich auch bereits das Grauen. Die Gruppe wird direkt dezimiert, dass Fahrzeug von abstrusen Charakteren gekapert und das Bewusstsein wird ebenfalls verloren. Unsere Protagonisten erwachen gefesselt in einer Theater ähnlichen Umgebung und bekommen den Grund ihres Aufenthalts ohne Umschweife mitgeteilt. Sie befinden sich in dem kranken Spiel gepuderter Millionäre, die mit Schampus angeheitert auf die Leben der Teilnehmer von "31" wetten. Den uns vorgestellten Herren und Damen bleiben nun wenige Stunden um sich Stück für Stück zur Freiheit durchzukämpfen. Zwischen ihnen und der Freiheit stehen jedoch Killerclowns die mit Kettensägen, Dolchen und weiterem mörderischen Werkzeug ausgestattet sind und den Weg zur Freiheit nicht kampflos freimachen.

Die Freigabe Problematik

Bereits im Vorfeld ist Rob Zombies neuestes Werk von der MPAA mit einem NC-17 Rating abgeschmettert worden. In Amerika ist, dass pures Gift, denn Kinos in den Staaten sind, nicht dazu bereit Filme mit einem NC-17 Rating in Ihr Programm aufzunehmen. Zu hoch ist das Risiko eines Flops und ausbleibenden Einnahmen. Nach mehrmaligem Prüfen und verschiedenen Schnitten des Regisseurs liess sich die MPAA auf ein R-Rating ein. Der Film bekam grünes Licht. "Brutal blutige erschreckende Gewalt", "sexuelle Inhalte", "unangemessen perverse Umgangssprache" und "Drogenmissbrauch". Für einen Rob Zombie Film nichts Besonderes, jedoch waren die Aussagen und Meldungen zu "31" ein Grund sich auf richtig hartes Splatterkino mit psychotisch-kranken Einlagen zu freuen. Zu früh gefreut?

"31" folgt den 70er Jahre Horrorfilmen auf dem Fuße. Er macht es weder besser noch schlechter als seine Genrekollegen, doch das Rob Zombie-Feeling ist ab der ersten Sekunde zu vernehmen. Vielschichtigkeit in den Reihen den Charakteren zu finden ist schier unmöglich, die Rahmenhandlung ist mit einem Oneliner abgehandelt und die Dialoge unterhalb den Charakteren trieft vor Klischees. Na und? "31" ist halt eine Hommage an die gute alte Zeit, ohne direkt ein Remake zu sein, aber auch ohne große Überraschungen.

Trailer

Christopher

Fazit:

Rob Zombie erschafft mit "31" neben "Haus der 1000 Leichen" und "The Devils Rejects" erneut einen "Original" Horrorstreifen, der mit Kollegen nicht wetteifert, sondern vieles persifliert, pervertiert und als modernes Nebenprodukt aus den 70ern gewertet werden kann. Der Unterhaltungswert ist gegeben und die eine oder andere künstlerische Szene gibt es auch. die Schauspielerwahl ist erneut Zombie-Typisch und hebt sich von dem Einheitsbrei ab. Zum Teil schafft es der Film für mich sogar leichte vergleiche zu Quentin Tarantino zuzulassen, jedoch nur in einem ganz kleinen Rahmen. Das Haar in der Suppe war für mich am Ende jedoch genau, dass auf was ich mich freute: die Gewalt. Nach den Meldungen hoffte ich auf exzessive Gewalt, die einem große Augen verabreicht, jedoch wird zu häufig in den Schnitten gesprungen, indirektes Licht oder flackern verwendet um nicht jedes Detail zu zeigen und Tom Savini ähnliche Ekelrequisite hat leider keine Verwendung gefunden. Am Ende bleibt also eine blutige Hommage ohne Ekelfaktor, viel Rumgeschreie, kurioser Garderobe und das Wissen dass Rob Zombie erneut nicht an "The Devils Rejects" anknüpfen konnte.

Die Hoffnung auf eine Unrated-Fassung bleibt.

Wertung 6,5/10


True Story - Spiel Um Macht (2015) ...
Datum/Zeit: 2 Apr 2016, 21:08
Inhalt:

Rupert Goold gibt mit "True Story" seine Regiedebüt in der weiten Welt des Filmes. Obendrein schrieb er den Film der auf Ereignissen aus dem Jahre 2001 beruhen. Als Interessent an Geschichten solchen Kalibers und als Fan gut gemachter Thriller, habe ich mir den Film zu Gemüte geführt. Was mich an dem Film Interessierte und warum er mir eine spontane Review entlocken konnte, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Die Wahre Geschichte

"True Story" ein Film aus dem Jahr 2015 basierend auf einer wahren Begebenheit versetzt die Zuschauer in die Perspektive von Mike Finkel, einem Journalisten der New York Times, der durch eigenverschulden seinen Posten verliert. Am Boden und nun mit einer schlechten Reputation, versucht sich Finkel daran eine neue Story zu finden, etwas dass ihn wieder zurückbringt und seine Reputation aufbessert. Sein Plan scheitert, doch in einem seiner tiefsten Momente klingelt sein Telefon und ein Mann erklärt ihm, dass ein Mörder mit dem namen Christian Longo gefasst wurde, welcher seinen Namen benutzt hat. Mike ist an der Geschichte interessiert und vereinbart ein treffen innerhalb des Gefängnisses mit  dem Identitätsdieb. Sein Ziel ist es herauszufinden warum gerade Er Ziel eines solchen Raubes wurde und ob Longo  wirklich das getan hat, wofür er beschuldigt. Aus einem Treffen wird eine Story und aus einer Story ein Strudel aus Lügen, Intrigen und einer (un)willkommenen Freundschaft.

true-story-lockerer

True Story wusste mich zu überzeugen, die besetzten Darsteller Franco und Hill sind unlängst Bekannt. Beide konnten sich bisher in ihren Rollen, rumblödelnd oder ernsthaft, behaupten und auch in True Story wussten sie durchaus zu gefallen. Die Geschichte ist ohne Vorwissen zu dem Fall, dass mir zu dem Zeitpunkt der Sichtung fehlte, wirklich packend und kann durch eine ruhige, aber dennoch bedrohliche Atmosphäre beeindrucken. Die Dialoge zwischen Finkel und Longo sind hervorragend und lassen einen im dunklen tappen. So lang, bis der Film seinen Höhepunkt erreicht. Der Film kommt ohne Blutigeeffekt aus und glorifiziert den Fall zu keinem Moment. Eine willkommene Abwechslung in einem Genre, das bei dem Aufprall auf die Realität, schwer auszubalancieren ist.

Trailer

Christopher

Fazit:

Als großer True Crime Fan- und Leser etlicher Bücher aus diesem Bereich, wurde ich mit "True Story" konstant unterhalten und in den Bann gezogen. Besonders gut gefällt mir dass eine solche Geschichte mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt und man nicht B- bis C-Darsteller engagierte um diese Wahrheit auf Film zu verewigen. Langeweile kam durch die Leistungen der Schauspieler nicht auf und ein Kauf der Blu Ray meinerseits wäre durchaus gewiss, jedoch ist dieser Film leider nun in verschiedenen Mediatheken, wie beispielsweise Amazon Prime, zu finden. Für die Interessenten unter Euch gibt es eine klare Empfehlung bei einem ruhigen Abend in den Film reinzuschauen. Ich rate vom Googlen des Falles ab, sollte Interesse daran bestehen den Film zu schauen.

Wertung 8/10


Monkee Stories ...
Datum/Zeit: 4 Jun 2015, 12:13
Inhalt:

Gemeinsam schreibt es sich besser?

Von wegen: Während unserer Game Sessions im Game Studio Bad Monkee kamen wir irgendwann wieder auf das Thema kollektives Schreiben. Ein schneller Prototyp führte uns zu einer Schreib App, wo die Nutzer kurze Texte frei ergänzen konnten. Statt intensiver Erzählungen, führte unser Getrolle zu einigen sehr unterhaltsamen und vor allem albernden Geschichten.

Diesen Spaß möchten wir nun auch mit anderen teilen und haben den Prototypen ein wenig in Form gebracht und online gestellt.

Piet

Schreibt doch mit!

Wir freuen uns über jeden neuen kreativen Kopf, der die App mit uns ausprobiert. Bei Erfolg würden wir gerne daran weiterarbeiten und neue Funktionen ergänzen. Ansonsten könnt Ihr natürlich auch gerne Kritik da lassen und uns schreiben, wieso Ihr die App nicht mögt.

Die App ist kostenlos und vielleicht ja einen Blick wert:

Download Link für Google Play

Download Link für Apple App Store

Offizielle Webseite: www.monkee-stories.com

Amplitude <3 ...
Datum/Zeit: 17 May 2014, 11:44
Inhalt:

Liebes Amplitude,

ich wollte Dir nur eben schreiben, wie sehr ich unser gestriges Wiedersehen genossen habe. Die unterhaltsamen Stunden, in denen wir nochmal zusammen musiziert und Deinen Soundtrack zelebriert haben, haben mich freudig und wehmütig zugleich in Erinnerungen abtauchen lassen. Sofort fielen mir wieder die schweißtreibenden, unzähligen Stunden ein, in denen ich Deinen härtesten Schwierigkeitsgrad gemeistert habe. Ich dachte an die vielen, herausfordernden Online-Matches, an die kreativen Remixes, die ich erstellen drufte. Es war einfach eine tolle Zeit mit Dir.

Amplitude (PS2)

Weisst Du eigentlich, dass ich auch nach all den Jahren immer noch unwillkürlich mit den Daumen zucke, wenn ich bestimmte Songs Deines Soundtracks im Radio höre? Die Noten-Muster haben sich förmlich in mein Gehirn gebrannt. ;-)

In den letzten elf Jahren bist Du kaum gealtert, das ist unglaublich. Noch immer begleiten Dich zwei Phänomene, die ich nur in wenigen anderen Videospielen erleben konnte: Spielt man einen Song, dann blinzelt man nicht. Und spielt man Dich für 20 bis 30 Minuten, kommt man in einen Rausch. Die Noten-Blöcke bilden wiederkehrende Muster, die sich in einer Art Rausch wie von selbst spielen. Muster-Kombinationen, die auf den ersten Blick als unschaffbar erscheinen, kommen einfach irgendwie aus meinen Fingern.

Amplitude (PS2)

Zugegeben, Dein Aussehen wirkt im Vergleich zu modernen 1080p Full-HD Pixel-Feuerwerken etwas angestaubt, aber Du bist dem PS2-Universum ja auch nie entkommen. Da gab es einige, die Dich immitiert oder nachgemacht haben. Viele von denen kamen mit einem ganzen Zoo von Plastik-Instrumenten und haben eine riesige Fan-Gemeinschaft. Da war einer, der hat sich ein bißchen in mein Herz gespielt und mich wehmütig an die gute alte Zeit erinnert: Rock Bank Blitz. Aber letzlich konnte auch er nicht Deinen Spirit, Dein Spielgefühl transportieren. Nur Du hast es geschafft, mir dieses Gefühl zu geben, mit dem Controller einen Song wirklich zu spielen, weil ich zeitlich leicht verpatzte Töne auch genau so höre oder nicht aktivierte Tonspuren einfach stumm bleiben.

Ein kleiner, unterdrückter Jubelschrei entfuhr meiner Kehle, als ich vor ein paar Tagen einen Tweet entdeckte, der mich auf eine aktuelle Kickstarter-Kampagne aufmerksam machte. Und was ich dort sah, trieb Tränen der Freude in meine Augenwinkel. Ich bin nicht alleine. Es gibt tausende von Leidensgenossen, die Dich gerne in einem modernen Gewand wiedersehen wollen. Und auch Deine Eltern sind bereit, es mit Hingabe und Leidenschaft erneut zu probieren. Was für ein Glück!

Konzept-Grafik Amplitude (PS3, PS4)

Christian

Doch was für ein Unglück:

Mehr als die Hälfte der Kickstarter-Kampgane ist verstrichen und der notwendige finanzielle Anstoss nicht mal zur Hälfte erreicht?! Bitte, Amplitude, tu mir das nicht an. Gib mir nicht die Hoffnung eines Neuanfangs, um dann klanglos in den tiefen gescheiterter Kickstarter-Projekte zu verschwinden!. Nimm all Deinen Mut zusammen, mobilisiere Deine Fans und lass es nochmal so richtig rocken. <3

In Liebe, Dein Christian.


inFamous: Second Son ...
Datum/Zeit: 20 Mar 2014, 15:08
Inhalt:

Mit dem Karmasystem wurde das Rad zwar nicht neu erfunden, doch in Kombination mit Superkräften und einer offenen Welt war inFamous auf der PlayStation 3 allemal ein Blick wert. Einige Stunden habe ich mich als Cole McGrath in der fiktiven Stadt Empire City aufgehalten, bis die Motivation leider recht bald abriss. Ich konnte keine Sympathie zur Hauptfigur aufbauen, die Stadt war optisch auf Dauer zu monoton und auch die Handlung schaffte es nicht, mich in ihren Bann zu ziehen. Teil 2 ließ ich dann ganz aus. Da mich das Videomaterial zum dritten Ableger wieder neugierig machte und es sowieso ein großer Fehler sein kann, um eine Serie permanent einen großen Bogen zu machen, wagte ich erneut einen Blick.

My name is Delsin

Weil der Protagonist Delsin Row, ein gut aufgelegter Taugenichts mit lockerem Mundwerk, das Willkommensplakat des neuen Sheriffs mit Sprühdosen verunstaltet und von diesem dabei auf frischer Tat ertappt wird, ist ein Alibi nutzlos. Ebenso die Flucht, denn Sheriff Reggie Rowe ist Delsins Bruder, das weiße Schaf der Familie, der ganz genau weiß, wohin sich sein kleiner Bruder verkrümelt. Als in der Hitze der Diskussion zufällig ein Gefangenentransporter von der Straße abkommt, eskaliert die Situation. Drei Conduits, Menschen mit Gendefekten, die ihnen übernatürliche Kräfte verleihen, nehmen Reißaus. Einen der Conduits können Delsin und Reggie stellen, dem es aber aufgrund seiner feurigen Fähigkeiten gelingt, Delsin als Geisel zu nehmen. In seiner Notlage macht sich auch bei Delsin ein Gendefekt bemerkbar, denn plötzlich absorbiert er die Kraft des Verbrechers und kann fortan Rauch und Feuer manipulieren. Einige Scharmützel später trifft die Direktorin des „Department of Unified Protection“, kurz D.U.P., ein, eine Organisation, die Conduits aufgrund ihres Gefahrenpotenzials kriminalisiert und in speziellen Einrichtungen verwahrt. Wegen Delsins loser Zunge entgleitet auch die Befragung der Direktorin Augustine, die nicht nur den halbstarken Helden, sondern alle anwesenden Zeugen mit ihrer Betonkraft abstraft. Da im Gegensatz zu seinen Mitmenschen bei ihm die, mit der Betonkraft zugefügten Wunden, nach wenigen Tagen verheilt sind, fasst er den Entschluss, die Kraft der Direktorin ebenfalls aufzusaugen, um so die Verletzten daheim zu heilen. Sein Reiseziel: Seattle.

Der Auftakt ist exzellent in Szene gesetzt worden: Intuitive Spieleszenen wechseln sich dramaturgisch gekonnt mit kinoreife Zwischensequenzen ab, die nicht nur mit ihren teils witzig geschriebenen Dialogen punkten, sondern vor allem von der großartigen Mimik der Charaktere leben. Jede Emotion sitzt, ist glaubhaft, so dass die verschiedenen Personen sehr lebendig wirken. Der enorme Aufwand des Motion Capturing hat sich ausgezahlt! Und weil die flotten Sprüche von Delsin immer wieder zum Schmunzeln anregen, fiel es mir dieses Mal zum Glück überhaupt nicht schwer, Sympathien zu meinem Alter Ego aufzubauen, der mich als Formel 1-Fan auch ein wenig an den Ferrari-Piloten Kimi Raikkonen erinnert. Wie dem auch sei…

Nicht nur in diversen Kämpfen spielt das Karmasystem eine Rolle, nein, die Entscheidungen beeinflussen vor allem die Handlung und damit auch den Missionsverlauf, ohne jetzt irgendwelche Auswirkungen zu verraten. Eine tolle Sache, wobei ich bei diesem Punkt allzu gerne den Vergleich zum Hexer „Geralt von Riva“ ziehe, der diese Disziplin wie kein anderer Titel beherrscht. Man war sich nämlich nie über die Konsequenzen seiner Tat sicher, zu undurchsichtig waren die Charaktere und ihre Ziele. Anders bei „inFamous: Second Son“, die Entscheidung zwischen schwarz und weiß, bzw. rot und blau ist farblich eindeutig markiert. Dennoch, das Karmasystem ist gelungen und lädt locker zum zweiten Durchgang ein.

Mein Revier

In Seattle angekommen fallen einem sofort die Auswirkungen des Kriegsrechts ins Auge, denn die Metropole ist ganz im Würgegriff des D.U.P. Überall patrouillieren Wachen, ob zu Fuß oder in schwer gepanzerten Transportern. Kameras zeichnen die Umgebung auf, um Conduits aufzuspüren. Auch manche Menschenversammlungen zeigen sich empört gegenüber den Conduits und demonstrieren gegen ihre Anwesenheit. Kein allzu einladender Ort. Doch der Würgegriff lässt sich lockern. Jede zerstörte Kontrolle, jede ausgeschaltete Kamera, jede Drohne weniger, die ihre Bahnen über die Straßen kreist. Nach und nach lässt sich in jedem Stadtteil der Einfluss des D.U.P. weiter senken. Besonders witzig ist der Einfluss, die Meinung der Passanten durch Graffitis zu beeinflussen. Dazu wird der PS4-Controller kurz geschüttelt, während aus dem integrierten Lautsprecher das Klimpern der Metallkugel erklingt. Anschließend wird in mehreren Schritten abgeklebte Schablonen ausgemalt. Ebenso interessant ist es, Kontakte zu verdeckten Informanten aufzubauen oder per Hack versteckte Kameras aufzuspüren. Es gibt also genug in Seattle zu tun, wobei ich freizeitliche Interaktionen à la „Yakuza“ in einem Open World-Spiel immer willkommen heiße. Ob Bowling, Baseball oder ein Besuch in einer Bar. Jede Auflockerung wäre toll gewesen, so ist es schade, dass man weder Häuser betreten noch mit Autos durch die Großstadt fahren kann. Hier verschenkt „inFamous: Second Son“ sehr viel Potenzial, um jenseits der Handlung zu unterhalten. Wurde der Einfluss des D.U.P. in einem Stadtviertel entsprechend gesenkt, kann man zum finalen Schlag ausholen, um sich das Revier unter den Nagel zu reißen und die Option des Schnellreisens zu gewinnen.

Seattle selbst ist traumhaft gut gestaltet worden. Unmengen an Details zaubern eine fantastische Kulisse auf den Bildschirm, die dank der Superkräfte actionreich erkundet werden kann. Ob Doppel- und Dreifachsprung oder der Sprint in Rauchgestalt durch die Lüftungsschächte. Besonders viel Spaß hat mir das Erklimmen von Seattles Wahrzeichen, dem Space Needle, gemacht. Die Superkräfte, zu denen im Spielverlauf weitere hinzukommen, die sich auch weiter ausbauen lassen, spielen sich fabelhaft und geben dem Spieler das Gefühl von Macht.

Trailer

Benny

Fazit

Unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit „inFamous: Second Son“. Das wichtigste, ich fühle mich in der Rolle von Delsin Row wohl, die Handlung unterhält mich sehr gut und die Missionen machen ebenfalls Spaß. Der dritte Teil der Serie ist definitiv ein gelungenes Spiel, das ich ohne Bedenken empfehlen kann. Zumal das Spieleangebot auf der PlayStation 4 noch etwas überschaubar ist. Doch zum großen Hit fehlt jenseits des roten Fadens die Interaktion mit der Umwelt. Ich möchte nicht nur von draußen den Lärm der Bar hören, ich möchte hineingehen und das Ambiente genießen. Andere Titel machen dies längst vor, der vierte Ableger von „inFamous“ hoffentlich nach. Allzu groß ist der Sprung zum Hit nämlich nicht.

Wertung: 8.4

Wir bedanken uns recht herzlich bei Sony Computer Entertainment Deutschland für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

ZEN Pinball Super League Football ...
Datum/Zeit: 18 Mar 2014, 08:45
Inhalt:

Mit außergewöhnlichen Flipper-Tischen wie Pflanzen gegen Zombies oder Epic Quest haben die Entwickler der ZEN Studios aus Budapest bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie scheinbar jedes Thema stimmig in eine Flipper-Simulation fassen können. Auch die zahlreichen auf Marvel-Helden und Star Wars basierenden Tische haben das gezeigt. Das jüngste Exemplar der Sammlung - Super League Football - widmet sich dem Thema Fußball. Ein interessantes Experiment.

11 Freunde

Noch bevor es auf den Rasen geht, wird der Spieler vor eine erste schwierige Entscheidung gestellt: Er muss sich für einen Verein entscheiden, den er unterstützen möchte. Der ZEN Super League Football Tisch wird nämlich in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten, die jeweils auf einen europäischen Fußball-Verein zugeschnitten sind. Zu den aktuell verfügbaren Varianten gehören Arsenal, Liverpool FC, FC Barcelona, Real Madrid C.F., MPLB, A.C. Milan, Juventus und A.S. Roma. Wem nun keiner dieser Clubs zusagt, der darf sich den Tisch des ZEN F.C. aussuchen, der mit einigen ZEN Mitarbeitern als Spielern daherkommt. Ein deutscher Verein ist vorerst nicht am Start. Auf Rückfrage wurde uns mitgeteilt, dass sich hier die Lizensierung schwierig gestaltet, es aber möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt noch andere Vereine zu der Auswahl gesellen werden.

Das Runde muss in das Eckige

Wie im richtigen Fußball läßt sich auch bei ZEN Pinball kein Spiel gewinnen, wenn man nicht das Tor trifft. Ein Tor kann nur auf einem kleinen Tisch im Tisch erzielt werden, auf dem zehn Feldspieler und ein Torwart als bewegliche Hindernisse den Weg zum Tor versperren. Somit gilt es zunächst durch Treffen bestimmter Tisch-Ziele die Feldspieler der gegnerischen Mannschaft auszuschalten (diese verschwinden dann als Hindernis) um letztlich nur noch den Torwart vor sich zu haben und auf dem kleinen Mini-Tisch das Tor zu erzielen. Und was soll ich sagen? Es fühlt sich wirklich phänomenal an, ein Tor zu erzielen, erst recht, wenn man noch gar nicht alle Feldspieler ausgespielt hat. B9RC Unter Fanfaren und dem Jubel der Fans startet nach einem Tor ein Multiball, bei dem man sein Punktestand (im Sinne des Flipper-Spiels) ordentlich hochschrauben kann.

Ein Spiel hat 90 Minuten

Ebenfalls ein interessanter Aspekt ist die Tatsache, dass das auf dem Flipper-Tisch stattfindende Fußballspiel tatsächlich zeitlich begrenzt und in zwei Halbzeiten unterteilt ist. Zur Halbzeitpause gibt es ein munteres Unterhaltungsprogramm mit Multiball. Nach 90 Minuten (die natürlich gerafft sind) wird das Spiel abgepfiffen und es erfolgt der Blick auf die Tabelle. Und hier folgt ein weiteres interessantes Feature, das in der Form bisher nur der Epic Quest Tisch bot: Ihr nehmt euer Spielergebnis mit in die nächste Runde. 2PNJ Zusätzlich können eine Reihe von Ingame-Auszeichnungen freigespielt werden, die auch nach einem beendeten Spiel am linken Feldrand ersichtlich sind. Über mehrere Flipper-Runden hinweg nimmt der Spieler an einer Liga teil und tritt gegen die anderen verfügbaren Clubs an.

Christian

Fazit

Super League Football ist eine tolle Bereicherung für die ZEN Pinball Tisch-Sammlung. Aus deutscher Sicht ist es schade, dass es bisher kein einziger deutscher Club in das Spiel geschafft hat, aber auch so kommt während des Spiels eine tolle Stimmung auf. Insbesondere wenn erst in der Schlussphase eines Spiels der entscheidende Siegestreffer fällt, fühlt es sich ein bisschen wie echter Fußball an. Da man sich auf vielen ZEN-Plattformen zunächst eine kostenlose Testversion eines Tisches anschauen kann, empfehle ich dringend, einen Blick zu riskieren. Wer nicht warten möchte und gute Augen hat, findet in diesem Artikel übrigens einen Code, um sich den Super League Football Tisch im europäischen PSN-Store herunterzuladen.
Vielen Dank an die ZEN Studios für die Bereitstellung eines Codes und viel Spaß mit dem Tisch.

Dracula: Prince of Darkness (2013) ...
Datum/Zeit: 10 Mar 2014, 07:43
Inhalt:

Weil mein Hunger nach Fantasyfilmen aus Mangel an entsprechenden AAA-Titeln auch in Zukunft ungestillt bleiben wird, und mich neulich der Blick mit „Schattenkrieger – The Shadow Cabal“ in die B-Movie-Ecke ausreichend gut unterhalten hat, werde ich weiterhin dem einen oder anderen günstigen Machwerk eine Chance geben – insofern der Ersteindruck stimmt. So landete nun „Dracula: Prince of Darkness“ dank ansprechendem Cover und nicht ganz so billig wirkendem Trailer in meinem Player. Und wieder war ich trotz gewisser Defizite recht zufrieden.

 Dracula trifft auf Prinzessin Fantaghiro

Kennt Ihr noch das italienische Schmalzmärchen Prinzessin Fantaghiro aus den 90ern, bei dem Lamberto Bava Regie führte? Als Jugendlicher habe ich mir die Serie gerne in den Winterferien reingezogen, die in mancherlei Hinsicht gewisse Parallelen zu Dracula: Prince of Darkness aufweist, wobei der Fürst der Vampire zum Glück dann doch nicht ganz so kitschig daherkommt.

Die Geschichte wird von einem animierten Intro à la 300, das sich wirklich blicken lassen kann und Hoffnung auf eine im Verhältnis ordentliche Produktion macht, gut eingeführt: Als Dracula einst auszog, um das Abendland vor Feinden zu verteidigen, kommt es daheim zu einem Putsch, der das Leben seiner geliebten Frau kostet. Nach seiner Rückkehr von Trauer übermannt, rächt er sich grausam an die Verräter und löst sich vom Christentum ab, um mittels Praktiken schwarzer Magie zum gefürchteten Vampiren zu werden. Hundert Jahre später zieht Van Helsing mit der hübschen Kreuzritterin Alina aus, um dem dunklen Fürsten den Gar aus zu machen. Alina, die Draculas längst verstorbener Frau wie aus dem Gesicht geschnitten gleicht, lässt Dracula glauben, dass sie die Reinkarnation seiner Liebsten ist.

Das Drehbuch geht in Ordnung, das gilt sowohl für die Handlung selbst, die mit wenigen Längen auskommt, als auch für die Dialoge. Denn obwohl nicht jede Reaktion nachvollziehbar ist, so verliert der Anführer einer Diebesbande all seine Kumpane, schließt sich aber ohne großes Gezeter Van Helsing und Alina an, wirken die Gespräche insgesamt doch glaubhaft. Auch die meisten Darsteller spielen ihre Rollen mit nur gelegentlichem Overacting weitestgehend überzeugend. Die Kämpfe sind im Verhältnis gut choreographiert, sind manchmal etwas hölzern, Schnitzer wie Schläge, die am Ziel vorbeigehen, sucht man jedoch vergebens. Bessere Duelle sind locker möglich, weit schlechtere ebenso. Über einen ordentlichen Titten-Bonus freut „Mann“ sich auch ganz gerne, zumal die meisten der von Dracula bezirzten Untertanen wirklich attraktiv sind.

Besonders die Protagonistin Alina macht nicht nur wegen ihrem hübschen Äußeren eine gute Figur, die in einer Szene, zur Freude des männlichen Publikums, ebenfalls blank zieht. Ihr Charakter ist ähnlich aufbrausend wie die bereits erwähnte Prinzessin Fantaghiro. Weitere Gemeinsamkeiten mit dem italienischen Mehrteiler ist nicht nur die theatralisch überspitzte Romantik, sondern das gesamte Bühnenbild an sich. Zwar ist Draculas Schloss deutlich sichtbar dem Computer entsprungen, die restlichen Kulissen wurden aber recht hochwertig per Hand geschaffen und haben diesen professionellen Modellbau-Touch. Man erkennt sofort, dass die Steinwände und Säulen aus Styropor bestehen, doch das Ergebnis hat seinen eigenen Charme. Auch die Kostüme wirken authentisch und sind nicht bloß x-beliebige Larp-Klamotten. Nur die Geheimwaffe, mit der es möglich ist, den unsterblichen Dracula ins Jenseits zu befördern, sieht nicht zuletzt wegen der fragwürdigen Funktionalität ziemlich billig aus. Zum Glück wird dieses grässliche Teil nur selten in die Linse gehalten.

Trailer

Benny

Fazit

Wer nur mit Hollywood-Blockbuster glücklich wird und B-Movies generell ablehnt, der sollte Dracula: Prince of Darkness unbedingt im Regal stehen lassen. Es gibt nämlich genügend Ecken und Kanten, mit denen der Perfektionist garantiert nicht warm wird, wobei dieser Streifen aufwendig genug produziert wurde, um sich vom billigen Trash, der nach dem schnellen Geld trachtet, abzugrenzen. Wer mit dem besonderen Charme eines gelungenen B-Movies etwas anfangen kann, sollte zumindest im Verleih einen Blick riskieren.

Wertung: 7.0


Meine besonderen Momente der 7. Generation ...
Datum/Zeit: 9 Mar 2014, 10:51
Inhalt:

Die neuen Konsolen sind nun alle (mehr oder weniger) erhältlich und die sogenannte "7. Generation" findet so langsam ihr Ende. Da bietet es sich natürlich mal an, in einem sehr subjektiven Rückblick seine Highlights zusammenzutragen, auch wenn das schwer fällt. Insgesamt war die Spiele-Qualität dieses Mal sehr stark. Daher habe ich mir, statt einer platten Top 10 meiner Lieblingsspiele, die größten Momente zusammengesucht. Vielleicht teilt ja jemand von Euch meine Erlebnisse oder möchte seine eigenen dazu beitragen.

Emotionalster Moment

Unvergesslich wird es wohl für mich immer bleiben, wie ich zum Launchtag zur Nintendo Wii gegriffen habe. Monatelang verfolgte ich Neuigkeiten im Netz und an dem Morgen, an dem ich mir die vorbestellte Konsole samt Legend of Zelda: Twilight Princess, Rayman: Ravin Rabbids und Wii Sports abholte, war ich im Freudentaumel gefangen. Es brauchte seine Zeit, bis sich die Ernüchterung einstellte, doch die ersten Wochen gab es viele witzige Spielabende, darunter auch endlich wieder mit meiner ganzen Familie. So sehr bewegt hat mich kaum ein anderer Moment.

Die größte Sucht

Guitar Hero 3 hatte mich zu seinem Release damals eigentlich nicht interessiert. Noch bevor der große Boom da war, erschloss sich mir die Begeisterung der Plastikgitarren noch nicht so recht. Doch durch die extrem positive Berichterstattung wurde ich mit jedem neuen Test immer neugieriger. So schnappte ich mir das Spiel in der Mittagspause ganz spontan und was darauf folgte, hätte ich niemals vermutet: Dass mich nach all den Jahren noch einmal ein Spiel so dermaßen packt, für das ich absichtlich früher aufstehe, um vor der Arbeit noch 1-2 Songs zu spielen, ist schon eine Seltenheit bei mir. Vier Monate verbrachte ich viele witzige Abende mit Mitspielern und einige fleißige Sonntag-Nachmittage mit dem Erlernen aller Songs. So weit, dass ich danach nie wieder ein Musikspiel anrühren wollen würde... In den vier Monaten kam mir auch gar kein anderes Spiel in die Konsole.

Größte Überraschung

Strategie? Nee, nur ungern. So dachte ich zumindest eine Zeit lang, da mir das Herumkommandieren von irgendwelchen Einheit immer zu unpersönlich war. Einzige Ausnahmen waren bislang immer Baldur's Gate I & II, bei denen man nur wenige Figuren handhabt. Daran muss es liegen, dass ich mich innerhalb weniger Momente in X-COM verguckte, und dabei mag ich nicht einmal zwingend das Alien-Setting! Doch die Mischung aus tollem Sounddesign, packenden, strategischen Kämpfen und eine emotionale Bindung zu seinen Soldaten verwandelten das Spiel in einen unerwarteten Leckerbissen.

Die größte Abenteuer-Atmosphäre

Die Uncharted-Reihe oder Tomb Raider (2013)? Ob durch Dschungel oder auf See: Hier wurden sehr schöne Abenteuer, welche sich an typischen Filmen anlehnen, entwickelt, welche sich auch noch ausgezeichnet spielen ließen. Doch ein kleinerer Titel zwischendurch hat es mir dann doch um einiges mehr angetan: Assassin's Creed 2! Und warum? Die Reise nach Italien mitsamt stimmungsvollen Soundtrack und seinem packenden Einstieg haben mir einfach viel mehr ein Urlaubs/Abenteuerfeeling gegeben. Sie verzichteten zudem auf lange Schießerei-Einlagen und waren nicht ganz so an "spielbare Filmerlebnisse" fixiert und ein wenig was über Kunstgeschichte habe ich auch noch gelernt. Ich denke auch, dass mein Entdeckerdrang hier mehr gefordert wurde.

Der gruseligste Moment

Mit Horrorspielen kann ich ja in der Regel nicht so viel anfangen. Zombies, Geister... ach, was es nicht alles gibt. Das gilt ja auch meist bei Filmen... doch im Weltall ist alles anders, dort kann ich mich schon eher mit so etwas anfreunden. Kein Wunder, dass Dead Space meine Neugier weckte... den ersten Teil habe ich komplett im Dunkeln und mit Kopfhörern gespielt (Stichwort: Helm-Feeling) und bin richtig auf meine Kosten gekommen. Der Moment, in dem einem die Luft ausgeht und ein unbesiegbares Monster einen über mehrere Räume hinwegverfolgt, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Leider verflog diese irre Faszination mit den weiteren Auskopplungen, aber Dead Space 1 wird in guter Erinnerung behalten.

Mein liebster Indie-Titel

Der Indie-Status in Videospielen war vor nicht all zu langer Zeit noch nicht so richtig definiert. Kleinere Spiele gab es ja eigentlich ohnehin schon immer, doch seit einigen Jahren finden sich immer mehr Titel, welche neue Spiele-Mechaniken und Erzähl-Methoden erforschen. Nichts davon macht der Titel "Guacamelee!" anders, doch letztendlich konnte er dennoch für meinen Geschmack die tolle Optik von FEZ, die künstlerische Anmutung eines Flowers oder den spielerischen Anspruch von einem Super Meat Boy überspielen. Zwar ist in dem Spiel vieles vermischt, was man bereits aus älteren Titeln kennt, aber das perfekte Zusammenspiel aus Optik, Sound, Gameplay und Leveldesign lassen mich meinen imaginären Hut davor ziehen.

Der intensivste Kampf

Freunde von Prügelspielen haben in dieser Gen einiges geboten bekommen: So bekam fast jedes größere Franchise eine neue HD-Auskopplung und ein paar wenige neue Titel stiegen mit in den Ring. Ich habe sie so gut wie alle mindestens angespielt und blieb dann tatsächlich doch wieder am Street Fighter IV hängen, obwohl ich mich mit einigen Design-Entscheidungen schwer getan habe, ist es wieder das Prügelspiel, welches ich am intensivsten gespielt habe.

Dazu gehört jedenfalls auch ein Nachmittag mit einem Franzosen (über den Online-Modus), der mir von den Fähigkeiten sehr ebenbürtig war. Waren die Kämpfe nicht schon hitzig genug,  war es auch noch ein sehr heißer Sommertag und zum Ende hin saß ich nur noch in Unterwäsche auf dem Sofa und lieferte mir sehr intensivste Duelle mit dem Kerl.

Das schönste Multiplayer Erlebnis

Wenn es um Multiplayer geht, so bin ich meist eigentlich nur für ein gutes Coop zu begeistern. Trotz einer langen Liste an guten Sofa-Coop-Erfahrungen, werde ich mich allerdings noch lange an eins bestimmtes erinnern: Minecraft. Das stundenlange gemeinsame Errichten unseres Dorfes, begleitet von unzähligen witzigen Gesprächen und einem heißen Goldgräber-Fieber haben mich lange in ihren Bann gezogen. So eine nachhaltige Faszination habe ich in den anderen Multi-Titeln nicht miterlebt und werde noch weiterhin mit Freuden in das Spiel zurückkehren.

Vergessen werde ich (leider) nicht, wie mir die Jungs mein komplettes Haus mit Sand aufgefüllt haben.

Die größte Enttäuschung

Natürlich gehören in einen Rückblick nicht nur die Höhepunkte: Immer wieder kam es ja auch mal vor, dass Erwartungen nicht eingehalten wurden oder man sich wegen einer emotionalen Bindung zu einer Serie mit Kritik etwas schwerer tut. So musste ich mir irgendwann dann doch leider eingestehen, dass ein Metroid: Other m für mich eigentlich so der größte Fehlkauf war, obwohl ich dank der Anlehnung an "Super Metroid" fest davon ausging, es sei das Spiel, worauf ich lange gewartet hatte.

Der ernüchternde Moment bleibt unvergessen, in dem ich zum ersten Mal von der 3rd Person in die Firstperson gewechselt bin um Raketen abzufeuern. Die Steuerung war suboptimal und zu verkopft, die Erzählweise der Geschichte passte nicht zum Franchise und die Mischung aus 2D und 3D wollte auch nicht richtig zünden. Nun, das hat mich irgendwie traurig gemacht.

Der größte Sinneswandel

Bei Freunden habe in der Vergangenheit schon zu PSX-Zeiten Ausschnitte aus Metal Gear Solid mitbekommen. Aufgrund der Steuerung und der starren Kamera war ich mir aber sicher, dass ich da nicht reinfinden würde. Die wirre Geschichte war als Neueinsteiger auch nicht sehr zugänglich und so dachte ich, dass das nie mehr was zwischen der Serie und mir wird. Nach zig Lobpreisungen, habe ich mich langsam angetastet und ein paar Frustmomente durchlebt... bis ich mit Teil 4 und einer freien Kamera endlich Einzug ins MGS-Universum fand. Ab dann kam auch mein Sinneswandel und ich wurde extrem neugierig, wie die Story (welche bis dato für mich mehr ein Rätsel war) zusammenhing und in das generelle Schleichverhalten fand ich dann auch endlich. Seitdem habe ich sämtliche Hauptteile nachgeholt und freue mich auf die baldige Fortsetzung, welche ich aber auf der PlayStation 4 spielen werde.

Die größte Hassliebe

Einige von Euch kennen sicher Demon's Souls und Dark Souls. Beide Spiele haben offensichtlich ihren Job sehr gut gemacht, da sie die Wünsche einer großen Spielerschaft sehr gut abgedeckt haben. Sei es der überragende Artstyle, das geniale und punktgenaue Kampfsystem oder die einzigartige Atmosphäre: Es gibt hier vieles, was mich fasziniert und in seinen Bann gezogen hat.

Dennoch vermischen sich diese Erinnerungen mit den Momenten, in denen es mir vorkam, dass die Spiele zuviel Zeit und Einsatz von mir erforderten. Es ist ja nicht ganz so, dass ich keine Lernbereitschaft mitbringe, doch das Gefühl an entsprechender Stelle einen ganzen Abend in den Sand gesetzt zu haben, wiegt für mich dann zeitweise wieder den Spielspaß auf.

Meine Erinnerung an die Spiele fühlt sich dann manchmal so an, als wenn ich früher stundenlang an einem nicht gespeichertem Bild gearbeitet habe und Photoshop dann abstürzte.

Der beste Schluss

Wie lang muss ein Spiel sein, um ein geniales Ende zu kommen? Braucht es eine lange Charakterentwicklung und einen packenden Wendepunkt? Das PSN-Spiel Journey führte mich quasi in gerade einmal typischer Spielfilmlänge in eins der besten Enden, welche ich jemals gesehen habe. Da ich für die Spieler, die es noch nicht kennen nichts vorwegnehmen möchte, halte ich diese Beschreibung an dieser Stelle kurz.
Piet

Fazit

Kein Mario, kein GTA, kein Zelda... obwohl die gelungenen Fortsetzungen alle einen guten Job verrichtet haben, sind es dann doch die sonderbaren und manchmal unscheinbaren Titel, an die ich in Jahren, dank solcher Momente, zurückdenken werde. Abgesehen davon werde ich aber dennoch diese Generation hauptsächlich wegen zwei Dingen in Erinnerung behalten: Der Aufstieg und Fall der Bewegungssteuerung und die große Anzahl an Fortsetzungen und Remakes.

Was waren Eure einprägsamsten Momente der 7. Generation?


Dead Nation: Apocalypse Edition ...
Datum/Zeit: 7 Mar 2014, 14:56
Inhalt:

Einer der erfolgreichsten PSN-Titel der letzten Konsolen-Generation feierte dieser Tage sein Comeback auf der PS4 und wird seitdem von einigen Spielern aber vorwiegend von der "Fachpresse" mit mittelmäßigen Wertungen abgestraft. Dass man sich stets seine eigene Meinung bilden sollte, das wissen die CouchCastle-Leser natürlich nicht erst seit Thief, aber dennoch muss ich hier einmal ein deutliches Gegen-Signal zu den teils unfairen Bewertungen für Dead Nation: Apocalypse Edition setzen!

Was bisher geschah...

In Dead Nation - für diejenigen, die es auf der PS3 verpasst haben - geht es um die virenverursachte Ausbreitung einer Zombie-Plage. Als Spieler zieht man wahlweise als Ein-Mann-Armee oder als Koop-Duo gegen die Untoten ins Felde. Auf technisch hohem Niveau haben die Entwickler von Housemarque (RESOGUN, PS4) die Twin-Stick Shooter Steuerung eines Super Stardust HD aufgebohrt und auf ein Zombie-Szenario übertragen. "Einfach zu erlernen, schwierig zu meistern", trifft hier vollends zu. Mit dem linken Stick steuert man seine Spielfigur aus einer leicht schrägen Draufsicht mit vorgegebener Kamera. Mit dem rechten Stick wird unabhängig von der Bewegungsrichtung gezielt. Die Schultertasten dienen dem Feuern der ausgewählten Waffe bzw. dem Einsatz von Granaten und ähnlichem Equipment. Das Steuerkreuz wird verwendet, um zwischen verschiedenen Waffen und Equipment zu wechseln. Fortgeschrittene Techniken beinhalten den Ansturm - einen kurzen Sprint in die aktuelle Laufrichtung - sowie einen Nahkampfangriff.

Die recht linear aufgebauten Levels, die aber hier und da mit überraschend umfangreichen Geheimbereichen garniert sind, sind durch Checkpoints in Bereiche unterteilt, an deren Start man sich bei einem Waffenladen mit Munition und Upgrades ausrüsten kann. Um das nötige Kleingeld zu bekommen, gilt es nicht nur Zombies zu plätten, sondern Auto-Kofferäume und über die Levels verstreute Kisten zu öffnen. Je Level sind auch noch die seltenen Rüstungskisten versteckt, die neben einem Rüstungsteil mit verbesserten Attributen auch jede Menge Bargeld enthalten. Gelegentliche Drops von Gesundheitspäckchen erweisen sich oftmals als Lebensretter, dürfen bei voller Gesundheit durch einen beherzten Tritt aber auch in Bargeld verwandelt werden.

Neben der eigentlichen Bewältigung der Kampagne, deren Story - sofern man sie so nennen möchte - das bißchen Klebstoff zwischen den Levels, steht die Highscore-Jagd ganz klar im Vordergrund von Dead Nation. Und hier wird es fordernd: Je länger man überlebt, ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen, erhöht sich mit jedem Kill ein Punkte-Multiplikator. Besonders fies: Tötet man einen Zombie auf sehr kurze Distanz fällt dieser Multiplikator-Zuwachs höher aus, als wenn man auf sichere Entfernung agiert. In landes- und weltweiten Ranglisten je Level und Schwierigkeitsgrad getrennt nach Solo oder Koop, kann man dann genau erkennen, wie man gegen seine Freunde abgeschnitten hat. Nettes Gimmick: In einem Länder-Ranking kann man sehen, wieviele Zombies die Spieler eines Landes insgesamt beseitigt haben.

Im Westen nichts Neues?

Handelt es sich nun bei der Apocalypse Edition für die PS4 nun um eine reine eins-zu-eins Portierung der PS3-Version? Definitiv nein. Es stimmt, dass die Apocalypse Edition weder neue Levels noch neue Charaktere oder Waffen enthält. Es vereint lediglich die Inhalte des Basis-Spiels und des DLCs Road of Devestation in einem Paket.

Die Entwickler geben an, das Spiel würde nun mit vollen 1080p Auflösung laufen und nicht mehr in 720p. Leider wird dem Spiel zum Verhängnis, dass es schon mit der niedrigeren Auflösung auf der PS3 unglaublich gut aussieht, weshalb das Update auf 1080p bei ausreichendem Abstand zum Fernsehgerät kaum auffällt.

Ja aber, was hat sich denn dann geändert, was die schlechten Bewertungen meiner Meinung nach nicht rechtfertigen soll? Hierzu sei mir bis zu diesem Punkt die Frage an den fachkundigen Reviewer erlaubt, weshalb ein identisches und zudem technisch einwandfreies Spiel auf der nächsten Konsolengeneration schlechter abschneidet, als auf der Vorgängergeneration? Nur weil es wiederholt "auf den Markt geschmissen" wird? Es soll ja Menschen geben, die eine PS4 besitzen, obwohl sie gar keine PS3 hatten. Für die ist das Spiel sogar komplett neu!?

PS4-Potential sinnvoll nutzen

Nach tiefem Durchatmen, möchte ich nun vorstellen, mit welchen Neuerungen die PS4 Version von Dead Nation aufwarten kann.

Der Controller spricht. Das ist zunächst einmal nichts Neues, denn auch andere Spiele unterstützen diesen Lautsprecher im Controller bereits. Bei Dead Nation macht es aber zusätzlich auch Sinn: Die aktuelle Waffe wechselt man, in dem man mittels Richtungstasten durch alle verfügbaren Waffen blättert. In der Hektik des Geschehens kann ein Blick auf das Waffensymbol über Leben und Tod entscheiden. Daher verlasse ich mich gerne auf die weibliche Stimme, die den Namen der soeben ausgerüsteten Waffe nennt. Bisher wurde ein Waffenwechsel auch durch eine weibliche Stimme bestätigt, was zwischen dem Stöhnen der Zombies und den explodierenden Autos schonmal untergehen konnten. Da diese Ansage nun direkt aus dem Controller kommt, ist es einfach deutlicher zu verstehen.

Die Problematik des Waffenwechsels haben die Entwickler übrigens durch eine nützliche Schnellwahl-Funktion entschärft: Die bisher ungenutzten Tasten X, Quadrat, Dreieck und Kreis können nun mit einer Waffe oder einem Ausrüstungsgegenstand frei belegt werden, was den gezielten Waffenwechsel enorm vereinfacht.

Nächstes Feature: Remote Play auf der PS Vita. Eine Umsetzung von Dead Nation für die tragbare Sony-Konsole war schon längere Zeit im Gespräch. Nun kam relativ unerwartet die PS4-Version. Und diese ermöglicht mit dem Remote Play Feature die Wiedergabe auf der PS Vita. Und was soll ich sagen? Es spielt sich auch auf dem kleinen Display hervorragend. Einzig die L2 und R2 Knöpfe sprechen nicht immer sofort an. Es erfordert etwas Übung, das rückseitige Touchpad im Eifer des Gefechts richtig zu berühren. Vorbildlich: Sobald Dead Nation erkennt, dass die Remote Play etwas schlechter wird, geht es automatisch in den Pause-Modus. Bei anderen Titeln passiert es auch schonmal, dass die Verbindung abreisst, das Spiel aber ohne Pause auf der PS4 weiterläuft.

deadnation2

Und noch eine technische Spielerei: Die PlayStation-Begleit-App (gruseliger Name, aber so heißt das Ding tatsächlich). Über die Second Screen Funktion kann ich mir auf dem Smartphone, dem Tablet oder der PS Vita Live-Statistiken anzeigen lassen. Dort habe ich die ganze Zeit im Blick, wieviele Kisten und Kofferräume ich schon durchsucht habe, was ich sonst erst am Ende eines Levels angezeigt bekomme. Hilfreich für Perfektionisten, die Levels zu 100% abschließen möchten.

"Wie hat der das geschafft?" Das fragt man sich manchmal, wenn man die Highscores seiner Freunde oder anderer Spieler sieht. Diese Frage lässt sich nun beantworten, da auf der PS4 nicht nur die Punkte selber, sondern auch die Ghost-Daten gespeichert werden, wie jemand ein Level absolviert hat. Im Herausforderungsmodus kann man dann gegen den Ghost eines Freundes antreten.

Und das Beste zum Schluß: Der Broadcast+ Modus. Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass die PS4 durch Druck auf den Share-Button in der Lage ist, das aktuelle Spielgeschehen als Stream über Twitch oder Ustream zu übertragen. Mit Broadcast+ bietet Dead Nation einen neuen Schwierigkeitsgrad, bei dem die Zuschauer des Streams darüber abstimmen, welche positiven oder negativen Einflüsse als nächstes im Spiel wirken sollen. Das beginnt bei relativ harmlosen positiven Änderungen, wie einer leicht erhöhten Geschwindigkeit des Spielers. Es kann auch negative Effekte geben, wie einem Extra-Mob voller Zombies, der plötzlich erscheint. Es gibt aber auch richtig fiese Kombinationen, wie ich am eigenen Leibe dank meiner schadenfrohen Zuschauer erfahren durfte: Dort wurde mir zunächst der Ansturm temporär genommen (die Möglichkeit, per kurzem Sprint, einer gefährlichen Situation zu entgehen). Als nächstes wurde für eine zusätzliche Springer-Angriffswelle gestimmt. Springer sind unliebsame Zeitgenossen, die in hohem Bogen auf den Spieler springen und ihn je nach Schwierigkeitsgrad mit ein bis zwei dieser Sprünge töten. Leider kann man diesen Springen nur mit dem Ansturm sinnvoll ausweichen. Ihr dürft mal raten, wie lange ich noch gelebt habe. Aber: Es gibt auch einen Lichtblick für den Spieler, der das alles ertragen muss, was ihm die Zuschauer an den Hals wünschen. Jeder Voting-Teilnehmer erscheint als benannter Zombie im Spiel und darf dort vom Spieler genüsslich niedergemetzelt werden. Flammenwerfer gefällig? Bitteschön!

Trailer

Christian

Fazit

Dead Nation: Apocalypse Edition ist definitiv das bessere Dead Nation. Und da zähle ich noch nicht mal das Argument rein, dass es für PS+ Abonennten im März kostenlos Teil der Instant Game Collection ist. Es bietet spielerisch denselben Inhalt, den Dead Nation und das spätere DLC Road of Devestation enthält. Dazu kommen die oben genannten Features wie Second-Screen Unterstützung, Ghost-Daten anderer Spieler, Remote Play sowie der Broadcast+ Modus. Wer nicht eine grundlegend ablehnende Haltung gegenüber dem Zombie-Thema hat, gerne fordernde Twin-Stick-Shooter spielt und zudem einen Reiz darin sieht, auf Highscore-Jagd zu gehen, dem kann ich Dead Nation auf der PS4 nur wärmstens empfehlen. Und wer noch keine PS4 hat, aber eine PS3 besitzt, für den spreche ich auch (erneut) eine Kauf-Empfehlung für Dead Nation auf der PS3 aus.

Waiting in the Summer ...
Datum/Zeit: 7 Mar 2014, 12:40
Inhalt:

Erinnerst Du Dich an die Teenager-Jahre? Wie Du langsam heranreiftest und Deine unbeschwerte Kindheit Stück für Stück von der Realität eingeholt wurde? Erinnerst Du Dich an Deine erste Liebe? Bestimmt, denn sie prägt wie keine andere. Ganz gleich, ob Du nicht den Mut aufbringen konntest und Du Deinen Schwarm nur heimlich verehrt hast. Oder Deine in passenden Worten gefassten Gefühle tatsächlich erwidert wurden. Ob die Liebe Deine Lebens oder nur bittersüßer Herzschmerz, eine wichtige Erfahrung fürs Leben. Die Jugend war eine schöne Zeit, abgehandelte Vergangenheit und nun ein Hauch Nostalgie, die zuletzt die Animeserie „Waiting in the Summer“ in mir weckte.

Strahlend blauer Himmel und das Zirpen der Zikaden - es ist Sommer!

Mit der Kamera seines Großvaters möchte der Oberschüler Kaito Kirishima viele seiner Erinnerungen aufzeichnen. So auch eines Abends am Staudamm, als er die herrliche Frühsommernacht auf Film bannen möchte. Plötzlich rast vom Himmel abwärts ein fremdes Objekt auf ihn zu und als er am nächsten Morgen in seinem Zimmer erwacht, erinnert er sich nur noch an eine sanfte Hand, die ihn gepackt hat, als er in die Tiefe fiel. Was ist geschehen? Wie kam er nach Haus? Oder war alles nur ein Traum?

In der Schule fasst Kaito dann mit seinem besten Freund, Tetsurou Ishigaki, den Entschluss, in den anstehenden Sommerferien einen eigenen Film zu drehen. Zu ihrer beider Überraschung melden sich die drei Mitschülerinnen Kanna, Lemon und Mio schnell bereit, mitzuspielen. Und als Tetsurou aus dem Bauch heraus auch die neue Schülerin mit dem feuerroten Haar, Ichika Takatsuki, fragt, ob sie ebenfalls mitwirken möchte, komplettiert sie den Cast. Der Beginn eines unvergesslichen Sommers, der das Leben aller nachhaltig verändern wird.

Fünf sind einer zu viel

Der Auftakt von „Waiting in the Summer“ könnte eine Hommage an die eigene Jugend sein. Die Euphorie der sechs Jugendlichen über ihr Filmprojekt der eigenen ähneln, als man geschmiedete Pläne mit Freunden in die Tat umsetzte. Der teils freche Humor und die malerischen Szenen des ländlichen Japans, untermalt von den warmen Klängen des Sommers, fangen die sorgenfreie Schulzeit der gegensätzlichen Charaktere sehr schön ein und rufen Bilder der eigenen, längst vergangenen Sommerferien ins Bewusstsein zurück.

Kommen dann aber Gefühle ins Spiel, die über die normale Freundschaft hinausgehen, wird es in der chaotischen Beziehungskiste mehrerer junger Menschen kompliziert: Junge A liebt Mädchen A, Mädchen A ihrer Gefühle aber nicht im Klaren. Mädchen B ist unsterblich in Junge A verliebt, traut sich jedoch nicht, ihre Gefühle zu offenbaren. Junge B, von Kindesbein an mit Mädchen B befreundet, liebt Mädchen B von tiefstem Herzen und möchte nur ihr Bestes. Mädchen C schwärmt von Junge B und Mädchen D beobachtet, wie sich das Drama zuspitzt. Und unter allen Personen befindet sich zudem ein Alien von einem anderen Stern. Klingt verrückt? Wird durch toll geschrieben Dialoge und Rückblicke exzellent erzählt, zumal sich die Sci-Fi-Elemente nur bedeckt halten und später ein Hindernis der besonderen Art darstellen. Wer der fünf Protagonisten wird glücklich? Wird überhaupt jemand glücklich?

Trailer

Benny

Fazit

Die Animeserie „Waiting in the Summer“ ist wie die Erinnerung eines anderen an die erste Liebe und gehört für mich zu den besten Romantikserien, die ich bislang gesehen habe. Erstaunlich, wie glaubhaft und natürlich sich die romantische Komödie in eine ergreifende Tragödie entwickelt, trotz der wenigen überspitzten Elemente, die die leichte Sci-Fi-Anlehnung mit sich bringt. Wer bislang nicht viel mit Schnulzen anfangen konnte, sich aber Animefan schimpft, sollte trotz des großartigen Animationsbonus einen Bogen um die Serie machen. Für geneigte Taschentuchzücker ist „Waiting in the Summer“ ein Pflichttitel zumal auch die Veröffentlichung beispielhaft ist. Zwei Volumes mit à 6 Episoden zum absolut fairen Preis. Bitte mehr davon, Kazé!

Wertung: 8.8


Thief ...
Datum/Zeit: 1 Mar 2014, 14:45
Inhalt:

Alle Jahre wieder werden wir Zeuge eines fragwürdigen Spektakels, wenn ein Videospiel regelrecht Opfer einer modernen Hexenjagd wird. Weil es sich als Fortsetzung zu sehr von den Vorgängern abhebt, etwas Neues ausprobiert, lehnen sich internationale Tester und Alt-Fans gegen diese Blasphemie auf. Greifen zur Wertungskeule, machen Stimmung mit teils sonderbaren Kritikpunkten, die nicht nur an den Haaren herbeigezogen wirken, sondern einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Und auch der eine oder andere namenlose Titel wird an den Pranger gestellt, als Exempel, um die Höchstnoten diverser AAA-Titel zu relativieren. So erinnere ich mich noch sehr gut daran, wie ein renommiertes deutsches Magazin das erste Abenteuer des „Witcher“ Gerald abstrafte, um nach dem Shitstorm der begeisterten Spieler die Wertung nachträglich anzupassen. Und nachdem zahlreiche Alt-Fans kein gutes Haar am Reboot von Tomb Raider ließen, befindet sich nun ein weiteres Spiel aus dem Hause Square Enix auf dem Scheiterhaufen: Der Meistdieb Garrett. Dieses Mal womöglich gar zu Recht oder ist „Thief“ nur ein weiteres Unschuldslamm, das aus Trotz brennen muss?

Der teure Weg der eigenen Meinungsbildung

Ich gebe zu, auch mich haben die Wertungen in der Tat verunsichert. Habe ich mich so in den Trailern getäuscht? Wurden nur die stimmigen Schauplätze herausgepickt, um ein tolles Produkt vorzugaukeln? So erging es mir zumindest anno dazumal mit dem allerersten „Unreal“. Und 60 Euro schmeißt man auch nur allzu ungern für einen Fehlkauf aus dem Fenster heraus. Einfach auf die Reviews hören? Nein, denn sonst hätte ich Titel wie Alice: Madness Returns wohl nie angefasst und den einen oder anderen Geheimtipp verpasst. Aber ich habe mir zumindest für einen gewissen Überblick mehrere Berichte durchgelesen und wurde insofern skeptisch, da sich manche Pro- und Kontrapunkte deutlich widersprachen. Meine Zweifel wandelten sich in Neugier und schließlich blätterte ich den Preis für diesen vermeintlichen Verriss hin, um mich von der Objektivität mancher Schreiber überzeugen zu können.

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Die Kulisse von „Thief“ ist einfach herrlich. Das viktorianische England mit seinen finsteren Gassen und schmutzigen Häusern, dem stimmigen Interieur. Stets ist die exzellente Umgebung von den wenigen Lichtquellen perfekt ausgeleuchtet, nämlich nur minimal. Es ist unglaublich atmosphärisch, selbst zum Schatten zu werden und ungesehen im Schutz der Dunkelheit zu schleichen. Zumal die LED-Leuchte des PS4-Controllers grell aufleuchtet, wenn ich mich gut sichtbar im Licht befinde. Ihr meint, es ist unrealistisch, dass die Wachen mich nicht sehen, wenn ich an ihnen vorbeihusche? Dann schraubt die Bildschirmhelligkeit, wie vom Spiel gewünscht, entsprechend herunter und ihr werdet euch wundern, wie wenig ihr selbst noch sehen könnt. Und dass sich fast nur Wachen auf den Straßen befinden, ist angesichts der mysteriösen Seuche und des verhängten Kriegsrechts wohl auch nicht ungewöhnlich, oder? Aber es heißt doch, dass die Menschen arm sind, warum liegen so viele Wertgegenstände herum? Schaltet man das Glänzen der Sammelgegenstände nicht aus, könnte schnell ein prunkvoller Eindruck entstehen. Doch stecke ich die vielen Flachmänner, Kerzenständer, Löffel, Zahnräder, Brieföffner und andere alltägliche Gegenstände ein, die auch nur sehr wenig Geld einbringen, habe ich nicht das Gefühl, dass die Bewohner in purem Luxus schwelgen. Gut, gelegentlich sind sehr hübsche Schmuckgegenstände knifflig versteckt, die zweifelsfrei wertvoll sind. Jedoch betrachte ich sie zum einen als aus spielerischer Sicht angemessene Beute, zum anderen kann man Schmuck auch in schlechten Zeiten nicht essen und die Geschichte zeigte immer wieder, dass Menschen ihre Wertgegenstände versteckten und sie nicht gegen einen Sack Kartoffeln eingetauscht haben. Und dass sich die vielen Schubläden, Vitrinen und Schränke öffnen lassen, erinnert angenehm an das Action-Adventure „Shenmue“.

Apropos Beute, das Schlösserknacken ist doch viel zu leicht! Oder nicht? Ohne visuelle Hilfe sind besonders schwierigere Schlösser recht anspruchsvoll, wenn das sanfte Vibrieren des Controllers kaum zu spüren ist. Müssen diese Schlösser zudem geöffnet werden, wenn eine Wache patrouilliert, liegt es nicht zuletzt an der nervenkitzelnden Musik, dass die Hände zu schwitzen beginnen. Da braucht man keinen zerbrechenden Dittrich à la „Oblivion“, die man im Dutzend im Inventar hortet, zumal Garret ohnehin ein Meisterdieb und eine gewisse Fingerfertigkeit somit absolut glaubhaft ist.

Aber irgendwelche Kritikpunkte muss es doch geben?!

Sicher. Auch wenn das Leveldesign sehr authentisch wirkt und sich die Umgebung trotz manch verschlossener Tür nur selten schlauchig anfühlt, insofern die Umgebungskarte deaktiviert ist, so sind die kurzen Ladesequenzen zwischen den Stadtteilen und Gebäuden zwar nicht lästig, mittlerweile aber kein Standard mehr. Etwas mehr Bewegungsfreiheit hätte „Thief“ auch nicht geschadet, denn das Körpergefühl ist äußerst gelungen. Könnte man sich ähnlich sportlich wie Faith aus „Mirror’s Edge“ bewegen, hätte das für mehr Dynamik gesorgt. Dennoch kann man viele Kisten und Vorsprünge erklimmen, um so alternative Vorgehensweisen zu finden.

Leider ist auch die professionelle Vertonung nicht immer ganz lippensynchron. Ein unnötiger Schönheitsfehler. Schön wiederum ist, dass die doch nicht so doof agierende K.I., als die sie gerne verkauft wird, je nach Situation sehr abwechslungsreiche Kommentare abgibt. Während sich die Texturen meist blicken lassen können, wirken die Gesichter leicht altbacken. Hinzu kommen nervige Ruckler in den Zwischensequenzen des Prologs, die sich zum Glück schnell geben und hoffentlich durch einen nachgereichten Patch irgendwann ganz verschwinden.

Die Steuerung ist generell sehr einfach handzuhaben, bloß die Item-Auswahl mit dem Touchpad der PS4 ist etwas gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Hat man aber den Dreh raus, dass die Items auf dem Bildschirm quasi entsprechend auf dem Touchpad angeordnet sind und eine winzige Bewegung ausreicht, diese auszuwählen, geht auch die Item-Auswahl relativ gut von der Hand.

Und die vielen Optionen sind nett gemeint, ermöglichen auch unerfahrenen Schleichern einen schnellen Einstieg - bei einem Fehltritt können sie sich durch die Wachen hindurchmetzeln. Allerdings entfaltet „Thief“ erst auf gehobenem Schwierigkeitsgraden seine volle Stärke.

Trailer

Benny

Fazit

„Thief“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass man nicht einfach blindlings auf die Meinung der vor Wut schäumenden Fachpresse beziehungsweise der enttäuschten Alt-Fans unkritisch vertrauen sollte. Selbstverständlich ist es ärgerlich, wenn bewährte Mechaniken über Bord geschmissen werden. Doch Stillstand bedeutet Rückschritt. Und wer möchte schon immer und immer wieder Altbekanntes aufgewärmt serviert bekommen? Manchmal ist es halt sinnvoll, sich von unnötigem Ballast zu trennen und so das Spiel eingängiger zu gestalten. Und auch wenn die Fortsetzung eines Meisterwerks nicht den hohen Erwartungen gerecht wird, so sollte man auch sich selbst zuliebe so offen sein, dem Endergebnis zumindest reale Chance zu geben. Denn sonst verpasst man lediglich den einen oder anderen Geheimtipp. „Thief“ ist unterm Strich ein gelungenes Stealth-Spiel geworden, das zwar hier und da Potenzial ungenutzt ließ, aber völlig grundlos verteufelt wird.

Wertung: 8.0


Btooom! ...
Datum/Zeit: 28 Feb 2014, 11:32
Inhalt:

Endlich! Es geht weiter. Drei neue Folgen von „Btooom!“, die wieder in einem Rutsch abgespult werden. Und dann beginnt das Warten erneut, bis auch das letzte von insgesamt vier Volumes erscheint… *seufz* Schlimm, wenn man die Schwelle der Vorfreude übertritt und sich in den Fängen der Ungeduld wiederfindet. Doch eben dieser innere Fehltritt beweist auch so eindrucksvoll, wie stark der Kampf ums Überleben auf der mysteriösen Insel fesselt. Denn wenn wir eines wissen, dann, dass auch asiatische Protagonisten nicht unsterblich und Happy Ends im fernen Osten nicht selbstverständlich sind.

Sommer, Palmen und Deathmatch

Als Sakamoto Ryuuta die Augen aufschlägt, dauert es einen Moment, eh er den Anblick der tropischen Faune rings um ihn herum verarbeitet und realisiert, dass er mit angelegtem Fallschirm an einer Palme  baumelt. Schnell die Gurte gelöst und eine winzige Tasche, die ebenfalls im Gestrüpp hängt, an sich genommen, schnellt er aus dem dunklen Dickicht gen gleißendes Licht, um festzustellen, dass er sich auf einer ihm unbekannten Insel befindet. Wie kam er hier her? Und was ist das für ein seltsamer grüner Stein, der sich inmitten seines linken Handrückens befindet? Er hat keinen blassen Schimmer, keine Erinnerungen an das, was am vorherigen Tag vorgefallen ist.

Dann öffnet Ryuuta die kleine Tasche und entdeckt acht winzige Quader, die ihn frappierend an das Videospiel „Btooom“ erinnern. „Btooom“ ist ein Virtual-Reality-Online-Shooter bei dem anstelle von Feuerwaffen Bomben geworfen werden und bei dem sich Sakamoto Ryuuta unter den zehn besten Spielern weltweit befindet. Ungläubig betätigt er die Taste einer mutmaßlichen Bombe, löst einen Zehnsekunden-Timer aus und schleudert den Sprengkörper kurz vor ihrer Detonation gerade noch rechtzeitig weg. Was zur Hölle… Befindet sich Ryuuta in einem Videospiel? Nein, er empfindet Schmerzen und auch sonst wirkt alles sehr real. Bevor er sich aber weiter mit seiner derzeitigen Lage auseinandersetzen kann, kommt schon ein sonderbarer Kerl angestürmt, angezogen von der Detonation. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Trailer

Knackige Action aufs Wesentliche reduziert

Die 12-teile Animeserie „Btooom“ drückt bereits in der ersten Episode ordentlich aufs Gas und steigert sich in den kommenden Folgen stetig, wenn weitere Charaktere den Schauplatz betreten und Fragen geklärt werden, die wiederum neue aufwerfen. Dass die verschiedenen Personen zumeist waschechte Stereotypen sind und sie sich wenig weiterentwickeln, stört angesichts ihrer Extremen gar nicht. Sakamoto Ryuuta, Hauptpersonen, ist 22 Jahre alt, arbeitslos, hat keine Freundin, lebt noch bei seiner Mutter und kann scheinbar als einziges Talent seine Videospielbegabung vorweisen. Himiko, die zweite Protagonistin, musste in einer Extremsituation miterleben, wie ihre Schulkameradinnen vergewaltigt wurden hat seitdem sämtliche Männer als Feindbild auserkoren. Der kleine Junge Kosuke Kira wiederum löst sein Vater-Sohn-Konflikt dadurch, indem er seinen alten Herrn auf der Insel niederstreckt, ohne mit der Wimper zu zucken. Ein schnörkelloser Psychopath.

„Btooom“ hält also genügend überspitzte Schicksale parat, um den Kampf ums Überleben anzufeuern und doch gibt es Charaktere, zu denen man trotz oder wegen ihrer Schwächen Sympathien aufbaut.

Neben der spannenden Dynamik des Anime ist auch die hervorragend umgesetzte Insel selbst ein echtes Schmankerl. Dichtes Unterholz, steile Klippen, tosende Wasserfälle, die Kulisse wirkt sehr unverbraucht und zaubert besonders als hochaufgelöste Blu-ray Fassung hübsche Panoramen auf den Bildschirm. Neben der tollen Optik überzeugt „Btooom“ auch akustisch, immerhin kann man Kazé längst vertrauen, dass sie bei der Synchronisation nicht am falschen Ende sparen. So wurden die verschiedenen Rollen durch die Bank weg ordentlich und vor allem auch passend vertont. Und wer möchte, kann selbstverständlich auch die japanische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln genießen.

Benny

Fazit

Was haben „Btooom“ und die sehr philosophische Serie „Kino’s Journey“ gemeinsam? Ihre Episoden sind jeweils Extreme der Wahrnehmung. Während es die etwa 24-minütigen Folgen der letztgenannten Serie schaffen, sich wie eine geschlagene Stunde anzufühlen, so gedrosselt ist das Erzähltempo, könnte man bei „Btooom“ meinen, dass ein komplettes Volume nur einer einzigen Folge entspricht. So kurzweilig und eingängig ist das Abenteuer auf der mysteriösen Insel.

Besser könnte eine actionorientierte Handlung auch kaum inszeniert werden, zumal ich in letzter Zeit die kurze und bündige Art von schlanken 12-Epsioden-Animes sehr zu schätzen gelernt habe. Zeit genug für interessante Handlungsstränge ist genügend vorhanden, auch wenn die Geschichte genretypisch nicht tiefgründig daherkommt oder kommen will. Actionfans dürfen getrost zugreifen, zumal die Serie mittlerweile beinahe vollständig erhältlich ist und nicht wegen einmonatigen Wartezeiten aus „Btooom“ gerissen werden. Ich selbst habe selten ein derart fesselndes Actionfeuerwerk erlebt.


LINKINGS - Die Online Schnitzeljagd ...
Datum/Zeit: 27 Feb 2014, 17:54
Inhalt:

Heute möchte ich unseren Blog in eigener Sache nutzen. Nach sieben Monaten starten mein Partner Thomas und ich nämlich die Open Beta unseres Spiels LINKINGS - Die Online Schnitzeljagd.

Unser Spielprinzip

Mit Surf2Play möchten wir eine neuartige Spieleplattform ins Leben rufen, auf der es ums Spielen beim Surfen durch das Internet geht. Mithilfe einer Browser-Seitenleiste kann hierfür im kompletten World Wide Web gespielt werden.

Das erste Spiel, womit wir dieses recht neuartige Konzept ausprobieren, ist unser Schnitzeljagd-Portal "LINKINGS". Dort könnt Ihr User generierte Quests spielen und selber gestalten. Eigentlich ganz ähnlich wie beim Geocaching, wo man Hinweisen und Schätzen hinterherjagt – nur eben im Browser und im gesamten World Wide Web.

Dabei lassen sich dort zwei Ziele verfolgen: Zum Einen könnt Ihr versuchen, neue Quests als einer der ersten zu lösen und das meiste Gold aus den Schatztruhen abzustauben, während Ihr dabei im Level als Schatzsucher steigt. Oder Ihr versteckt selber Euer Gold und erlangt höchsten Ruhm durch das Ausdenken und Teilen eigener Abenteuer, welche von den Spielern dann gespielt und bewertet werden. Dabei entsteht eine Art spielunterstütztes Surfen, was Euch nicht nur mit rätselhaften Aufgaben herausfordert, sondern Euch hoffentlich wieder dazu motiviert, neue Webseiten im Internet zu erforschen und zu finden.

Natürlich ist unser Spiel auch absolut kostenlos für Euch, wir spielen selber eigentlich keine Browserspiele, da diese vom Gameplay her meist um die Free2Play-Finanzierung gestrickt sind und dann doch leider meist weitestgehend auf künstliche Wartezeiten hinauslaufen.

Trailer

Gedanken hinter unserem Projekt

Nachdem Thomas und ich jeweils unsere Erfahrungen in der Werbe- und Spieleindustrie als Angestellte gesammelt hatten, wollten wir letzten Sommer einmal die Gelegenheit nutzen, um ein eigenes Spiel auf die Beine zu stellen. An verschiedenen Ideen mangelte es uns nicht, aber unser Konzept für die Surf2Play Plattform setzte sich deutlich gegen die anderen durch.

Dabei schreit alles momentan nach "Mobile First" und "Free2Play". Schon witzig oder auch nur natürlich, dass wir als Indiependent-Entwickler da genau gegen jeglichen Trend gehen und an einer ganz anderen Stelle ansetzen. Wir wollten nämlich unbedingt etwas neues versuchen, auch wenn das der riskantere Weg ist. Hätten wir vor sieben Monaten einfach "die nächste kleine App" angefangen, hätten wir vielleicht schon inzwischen etwas Geld verdient, aber uns war es wichtiger ein innovatives Spiel zu entwickeln, das wir selbst gerne spielen würden.

Piet

Interesse geweckt?

Die Open Beta startet heute mit unserer bisherigen Version des Spiels. Die bisherige Version haben wir derzeit komplett aus eigener Tasche finanziert und würden uns freuen, wenn Ihr das Spiel mal für Euch ausprobiert oder davon weitererzählt. Wir haben ja leider kein Geld für PR und Marketing und wir brauchen einige Spieler, damit es richtig Spaß macht. Wir müssen zudem genügend Interesse sehen, damit wir Zeit und Geld auftreiben, können um neue Features oder gar ein neues Spiel für unsere Plattform bauen können.

Das Spiel findet Ihr unter www.linkingsgame.com


Die Jagd (2012) ...
Datum/Zeit: 24 Feb 2014, 11:04
Inhalt:

Im Laufe der letzten Jahre haben skandinavische Filme auf sich aufmerksam gemacht, da sie im Gegensatz zu amerikanischen scheinbar keine Tabus kennen und im Gegensatz zu asiatischen Filmen nicht aus allem eine Kunst machen, sondern sehr bodenständig mit ihrem Setting bleiben. Das bietet eine schöne Abwechslung und eine nette Auswahl an unscheinbaren Filmen, die für Film-Enthusiasten ein bisschen frischen Wind auf die Leinwand bringen. Nach einigen schwarzen Komödien à la "Adam's Äpfel" landete bei mir nun mit "Die Jagd", ein ernstes Drama, im Player, das mir wieder nur beweist, dass die Filmemacher des Nordens nicht nur bei Komödien kein Blatt vor den Mund nehmen.

Es könnte alles so schön sein

Mads Mikkelsen, der den Mainstream spätestens seit James Bond "Casino Royale" als Bösewicht kennengelernt hat, steckt neben etlichen derberen und provokanten Rollen in der Rolle des Lucas, ein ehemaliger Lehrer, der nun in einem Kindergarten arbeitet. Ein ziemlich netter, beliebter und zivilisierter Kerl, der wahrlich einen guten Draht zu Kindern hat und in seinem kleinen dänischen Dorf durch einige gute Freundschaften ein sehr unscheinbares Leben führt. Sein einziges Problem ist zunächst der Zwiespalt mit seiner Ex-Frau, da sein Sohn gerne zu ihn ziehen möchte.

Besonders zu der kleinen Tochter seines besten Freundes hat er einen besonders guten Draht. Doch als diese sich abgewiesen fühlt, setzt sie unbedacht ein für Lucas verheerendes Gerücht über ihn in die Welt und schon bald muss Lucas mit weitreichenden Konsequenzen klarkommen.

In diesem Film herrscht eine große Spoiler-Gefahr, daher beschränke ich die Inhaltsangabe auf das Wesentliche. Die Frage ist ja eh nur: Für wen ist dieser Film sehenswert und worum geht hier genau?

Freunde von Dramen sollten mit Thomas Vinterberg's Film so ziemlich auf ihre Kosten kommen. Die Anspannung und die emotional aufwühlenden Geschehnisse schaffen ein enges Band zwischen Zuschauer und dem Hauptdarsteller. Wer einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besitzt, wird in diesem Film eine schwere Last mit sich rumschleppen müssen, da es keine Schuldigen gibt. Der Antagonist bleibt in diesem Film das Gerücht allein und das macht diesem Film so gut, statt einen Fingerzeig oder ein plumpes Feindbild zu haben, wird der Zuschauer nur Zeuge von der unscheinbar grenzenlosen Reichweite von Liebe und Angst.

Fast schon wie in einer Studie steht das kleine dänische Dorf für unsere heutige Gesellschaft. Das vordergründige Thema selbst, welches recht kontrovers ist, spielt eigentlich in Wahrheit nur eine Nebenrolle. Die wirklich spannenden Aspekte findet man in den Figuren und in ihrem Verhalten. Dem aus der Distanz wirkenden Zuschauer werden einige Aktionen überzogen und irrational vorkommen, allerdings zeigen diese besonders ungerechten Reaktionen bestens, wie schnell die Menschen aus Angst/Liebe den Bereich der Vernunft verlassen.

Ein zu böses Spiegelbild unserer westlichen Gesellschaft, die je weiter sie versucht kultivierter zu werden, gleichzeitig auch ein enges Korsett schnürt und sich immer weiter von der Natürlichkeit entfernt.

Trailer

Piet

Fazit

Der Film ist sicher keine Neuerscheinung, aber da solche Filme dann doch meist abseits des typischen TV-Futters laufen, möchte ich ihn an dieser Stelle nur zu sehr empfehlen. Mir hat er nur wieder einmal bewiesen, dass wir die Dänen, Schweden & Co. brauchen, um im Bereich des Films wieder ein Stück voran zu kommen. Hier geht es nicht nur um Unterhaltung, der Film erzählt eine Geschichte über die menschlichen Eigenarten und Gefahren, denen wir ausgesetzt sind. Wie schnell greift man selber zu einem Urteil aus Angst oder aus Liebe? Wie steht es um das Vertrauen in unsere Mitmenschen und wo fängt die Paranoia an?

PlayStation 4: Die Aussichten 2014 ...
Datum/Zeit: 20 Feb 2014, 09:34
Inhalt:

Ich war dabei, am 29. November 2013, Schlusslicht einer Schlange von über 250 Menschen, die darauf wartete, dass der örtliche Media Markt pünktlich die Pforten öffnet.  Eine solche Versammlung ist hier schon eine kleine Sensation, auf der Schwelle zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg, und dass sogar einige Leute vor dem Geschäft campiert haben, erinnerte an Szenen aus Amerika oder Japan, wenn eine brandneue Konsole das Licht der öffentlichen Welt erblickt. Allerdings stand ich nicht für die PlayStation 4 an, sondern nur für „Super Mario 3D World“, das zufällig am selben Tag seinen Verkaufsstart feierte. Dass ich nur das Spiel und nicht wegen dem ganz großen Hype anstand, das wollte mir keiner meiner Smalltalk-Partner abnehmen, umso besser waren später die Blicke, als ich meine Worte in die Tat umsetzte. Warum ich aber nicht mit dem Gedanken spielte, mir die PS4 zuzulegen, hatte zwei ganz einfache Gründe.

Schlechtes Spieleangebot zum Launch

Erstens plagt sich die neue Hardware oft mit nervigen Kinderkrankheiten herum, im Falle der PS4 waren es die Gummierung der Analogsticks, die sich bei bestimmten Chargen auflöste und ein Spielestand-Bug, der dafür sorgte, dass die Speicherstände unbrauchbar wurden. Sehr ärgerlich, doch das System-Update, das dieses Problem löste, kam sehr schnell. Und auch die Charge mangelhafter Controller tauschte Sony anstandslos um, bzw. sind neue Geräte, wenn sie denn vorrätig sind, einwandfrei. Zweiter Grund, warum ich mir keine Konsole mehr zum Launch zulegen werde, ist der Spielemangel zu Beginn. Am 29. November hätte ich nur zwei Titel nennen können, die mich halbwegs interessiert hätten, erst zwei Monate später, am 31. Januar 2014, kam das erste Spiel, das für mich ein Pflichttitel ist – die Portierung von Tomb Raider in der sogenannten Definitive Edition. Sie ist grafisch nicht nur deutlich aufgebohrt worden, unglaublich, wie toll die Texturen ausschauen. Es sind auch alle bisherigen Download Contents enthalten. Ob die Version für die neue Konsolengeneration nun den Vollpreis wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich habe meine PS3 Version rechtzeitig veräußert, so dass ich die Definitive Edition quasi kostengünstig bekommen habe, als der Media Markt um die Ecke endlich zehn Exemplare der heiß begehrten PlayStation 4 vorrätig hatte (für wenige Stunden) und ich schließlich doch zugriff.

Warum nun doch so kurz nach dem Launch? Den zweiten Durchgang von „Tomb Raider“ habe ich mir extra für die Definitive Edition aufgespart, so dass ich bereits jetzt für einige Stunden unterhalten werde. Außerdem wanderte beim Kauf der Konsole gleichzeitig Killzone: Shadow Fall über die Ladentheke. Wer mich kennt, wird verwundert sein, so habe ich kaum bis nichts mit First Person Shootern am Hut. In diesem Fall wollte ich gerne für die gewisse Abwechslung einen zweiten Titel im Regal stehen haben und auch der Sci-Fi-Bonus ließ mich zugreifen. Und ich wurde auch tatsächlich so gut unterhalten, dass ich das gut zehnstündige Spiel am Wochenende durchgespielt hatte.

Doch was ist, wenn ich auch „Tomb Raider“ erneut durchgespielt habe? Droht dann die typische Launch-Spieleflaute?

PlayStation 4: Der Ausblick auf das nächste halbe Jahr

Mitnichten, denn bereits nächste Woche steht ein weiterer Titel an, den ich mir zulegen werde. Das Reboot von Thief vom selben Publisher von „Tomb Raider“, Square Enix, der momentan einen Sinn für das perfekte Timing zu haben scheint und angesichts des sonst mittelmäßigen Spieleangebots sicher mit entsprechenden Verkaufszahlen belohnt wird. Ich freue mich jedenfalls darauf, als Dieb Garrett in bester Stealth-Manier im mittelalterlich-viktorianischen London lange Finger zu machen und alles einzustecken, was nicht niet- und nagelfest ist.

Im März erscheint auch schon das Open World-Abenteuer inFAMOUS: Second Son, in dem der Spieler in die Rolle des 24-jährigen Delsin Rowe schlüpft, der die Fähigkeit besitzt, Rauch zu manipulieren, ihn zu bewegen oder sich in ihn zu verwandeln. Während die Vorgänger bereits recht gelungen waren, wird der PS4-Ableger vor allem von den Ressourcen der Konsole profitieren, die eine tolle Spielwelt auf den Bildschirm zaubern wird. Screenshots und Trailer sehen optisch bereits fabelhaft aus.

Und auch im zweiten Quartal wird die Konsole scheinbar gut versorgt. Da steht der große Name Final Fantasy XIV im Raum. Nachdem das MMORPG bereits für die letzte Konsolengeneration erschienen ist, steht der Release der PS4-Version an. Für mich jedoch uninteressant, da ich MMORPGs generell aus dem Weg gehe. Zombie-Fans werden mit Dying Light auf ihre Kosten kommen, Rennspielfreunde dürfen sich auf DriveClub freuen, wenn der Titel denn nicht wieder verschoben wird – DriveClub war nämlich einst als Launchtitel geplant. Bound by Flame wird das erste interessante Action-Rollenspiel für die PS4 sein, das ich alter RPG-Haudegen definitiv im Auge behalten werde. Erstes Bildmaterial macht bereits einen soliden Eindruck. Mit Watch Dogs liefert Ubisoft einen weiteren Open World-Titel, in dem der Spieler den Hacker Aiden Pearce lenkt. Die Möglichkeiten klingen vielversprechend, so ist es unter anderem möglich, Ampelanlagen zu manipulieren und damit den Verkehr lahmzulegen. Jedoch interessiert mich „Watch Dogs“ persönlich weniger, da mir der Stil insgesamt weniger zusagt, dennoch dürfte das Spiel gewiss Abnehmer finden.

Shinji Mikami, Erfinder der „Resident Evil“-Reihe, wird das 2. Quartal mit dem Horrorspektakel Evil Within abschließen. Ich bin sehr gespannt, wegen Shadows of the Damned, seinem letzten Werk, aber auch gewissermaßen skeptisch, da er sich damit nicht allzu sehr mit Ruhm bekleckert hat. Andererseits ist es auch gut möglich, dass dieser Aussetzer am schlechten Einfluss von Suda 51 lag, mit dem er den Titel zusammen entwickelt hat. Wer weiß…

Und was hat das Jahr 2014 noch zu bieten?

Unter weiteren Veröffentlichungen wird sicher für jeden etwas dabei sein: Sollte sich das „Alien: Colonial Marine“-Debakel nicht wiederholen, können sich Fans des Alien-Universums auf Alien: Isolation freuen, ein Überlebenskampf mit Ripleys Tochter als Protagonisten. Doch wegen „Alien: Colonial Marine“ genieße ich diese Ankündigung noch mit äußerster Vorsicht. Große Versprechen gab es damals auch  und das Fazit haben wir dann alle erlebt.

The Order: 1886 dürfte zum Jahresende ein echter Blockbuster werden. Dieser 3rd-Person-Shooter spielt ebenfalls in der viktorianischen Epoche Englands, mit gewissen Fantasie-Elementen. „The Order: 1886“ wird grafisch wohl alles bis dahin auf der PS4 gesehene in den Schatten stellen. Zugegeben, die von Filmen bekannten Balken beschneiden sicher nicht den Bildschirmanteil nur aus Stilgründen, wie es die Entwickler Glauben machen wollen, denn dieser Trick erlaubt es, für die übrige Bildschirmfläche mehr Ressourcen einzusetzen, doch so oder so, „The Order: 1886“ dürfte ganz großes Videospielkino werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, zumal mich die Balken auch bei „Dragon’s Dogma“, meinem persönlichen Spiel des Jahres 2012 nicht im Geringsten gestört haben.

Ein weiteres Highlight für viele wird mit Sicherheit Destiny von den Bungie Studios, den Entwicklern von „Halo“ sein. Ein Mehrspieler-Ego-Shooter, der das bis dato teuerste Videospielprojekt ist. Noch bin ich unentschlossen, ob ich hier zugreifen werde. Wie gesagt, ich bin kein Ego-Shooter-Fan, bin aber mit „Killzone: Shadow Fall“ bereits wieder in die Egoperspektive geschlüpft und habe meinen Spaß gehabt. Und da „Destiny“ auch einen ordentlichen Sci-Fi-Bonus erhält, will ich nichts ausschließen. Ausschlaggebend dürfte mein Freundeskreis werden.

An zweiter Stelle meiner heiß ersehnten Titel 2014 für die PS4 steht Witcher 3: Wild Hunt, ein düsteres West-RPG, das nun in die dritte Runde geht. Insbesondere der Erstling war ein erfrischend düsteres wie dreckiges Rollenspiel, bei dem man sich nie sicher sein konnte, ob die verschiedenen Charaktere wirklich vertrauenswürdig sind, so hat sich beispielsweise ein alter Greis als Kannibale entpuppt, während sich ein Lykaner als Freund herausstellte. Auch der für Videospielverhältnisse erwachsene Umgang mit Sex war erfrischend. Alles in allem zähle ich „The Witcher“ mittlerweile zu meinem Lieblings-West-Rollenspiel, das EA mit „Dragon Age“ versucht hat, zu kopieren. Apropos „Dragon Age“. Ein dritter Teil steht dieses Jahr ebenfalls an, nach dem katastrophalen zweiten Teil für mich aber nicht weiter von Interesse.

Und auch Diablo 3 wird im Laufe des Jahres für die nächste Konsolengeneration erscheinen, samt Add-On "Reaper of Souls". Neben verbesserter Grafik sollten auch die häufigen Miniruckler Geschichte sein und das Touchpad des DualShock 4 die ohnehin intuitive Steuerung nochmals optimieren. Ich freue mich schon darauf, "Diablo 3" mit meiner Frau vom Sofa aus zu spielen. Vielleicht stößt Piet mit seiner Freundin dann noch via Internet dazu.

Das war’s schon?

Natürlich nicht, denn zum einen habe ich nicht alle Retail-Spiele aufgeführt, da es diesen ohnehin schon langen Artikel sprengen würde. Zum anderen werden auch kleine Indie-Perlen den PSN-Store füllen. Bereits jetzt kann ich das Noir-Action-Adventure Contrast empfehlen, das ich allerdings auf der PS3 gespielt habe. Wer den Ausnahmetitel "Flower" verpasst hat, kann sich nun die leicht verbesserte Next-Gen-Version zulegen. Besitzer der PS3-Version erhält die neue Fassung kostenlos. Mit Outlast steht ein harter Schocker zum Preis von knapp 20 Euro bereit, PS+ Mitglieder dürfen sich den Titel diesen Monat sogar kostenlos herunterladen. Im April werde ich mir den verrückten Octodad gönnen. Die Trailer sind herrlich schräg, das Spiel laut ersten Wertungen gelungen. Zwei Indie-Pflichttitel für mich sind noch das Puzzle-Adventure Pavilion und Rime, der Titel, der ganz oben auf meiner Liste aller PS4-Titel im Jahr 2014 steht. Der bisherige Trailer hat mich sofort verzaubert und erinnert direkt an das Action-Adventure „Ico“, das durch seine leise, sentimentale Atmosphäre glänzte.

Und wenn es doch zum Leerlauf kommt?

Ich schätze, die PlayStation 4 wird im ersten Jahr außergewöhnlich gut versorgt werden und kommt es doch zum Leerlauf, wird meine Zweitkonsole, die Wii U, angeschmissen. „Mario Kart 8“ im Mai, „Bayonetta 2“ irgendwann im Sommer und vor allem „X“, geistiger Nachfolger von „Xenoblade“ ist mein konsolenübergreifendes Most-Wanted 2014, schließlich war „Xenoblade“ mein persönliches Spiel der letzten Konsolengeneration. Ein Leerlauf wird mir garantiert nicht drohen.

Und die Xbox One? Sie ist mir nur ein kleiner Seitenhieb wert. Sie kostet 100 Euro mehr als die PS4, ist leistungsmäßig ein gutes Stück unterlegen, hat ein schwaches Exklusivangebot und die Multititel ruckeln teils erheblich, bzw. halten optisch längst nicht mit. Hinzu kommen fragwürdige Gängelungsversuche, die zwar vor dem Erscheinen der Konsole nochmals größer geplant waren, für mich aber auch jetzt ein absolutes No-Go sind. Anstatt die Konsole dauerhaft online sein muss, müssen es manche Spiele. Sehr kundenfreundlich. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass die Xbox One wie Blei in den Regalen liegt und die PS4 bei Nachlieferung ruckzuck ausverkauft ist.

Bevor ich 500 Euro für eine überteuerte Konsole ausgebe, lege ich nochmals 200 drauf und bin mit der Kombi PS4 und Wii U bestens versorgt.

Benny

Fazit

In der Blüte meines Lebens kann ich sagen, dass ich bereits diverse Konsolenstarts miterlebt habe, doch ich kann mich nicht entsinnen, dass jemals eine Konsole bereits im ersten Jahr so gut versorgt wurde. Gut, wollen wir das Jahr nicht vor der Silvesternacht loben. Sämtliche Titel müssen sich noch bewähren, bzw. müssen sie überhaupt erst erscheinen. Erinnere ich mich an die Wii U-Version von „Alien: Colonial Marines“ ist das ja scheinbar keine Selbstverständlichkeit. Unterm Strich kann ich jedoch sagen, dass ich bereits jetzt sehr zufrieden mit dem Kauf der PlayStation 4 bin und auf eine tolle Spielezukunft blicken kann. Denn die ganz großen Titel werden erst in den nächsten Jahren erscheinen: „God of War“, „Uncharted“, vielleicht sogar ein „The Last of Us 2“ oder gar das lang ersehnte „The Last Guardian“? Und wer weiß, was noch alles von den Indies kommen wird, die Sonys Unterstützung sehr schätzen. PlayStation 4, wir werden noch sehr viel Spaß haben. Ich heiße Dich in Deinem neuen Zuhause willkommen!

Oculus Rift: Das ist also VR! ...
Datum/Zeit: 6 Feb 2014, 12:45
Inhalt:

Lange Zeit haben wir nichts zum großen Thema beigetragen, welches sich tagtäglich durch die Newsseiten diverser Medien zieht. Dabei ist so eine kleine Revolution schon längst ins Rollen gekommen, seitdem die Macher der Virtual-Reality Brille über Kickstarter ihr Startkapitel bekommen haben und diverse Entwicklerkits im Umlauf sind. Wahrscheinlich auch dank einer guten Portion Skepsis, nachdem die letzten revolutionären Versuche, wie die Wiimote oder Kinect, im Spielesektor hinter ihren Erwartungen geblieben sind. Irgendwas muss ja dran sein an dem Gerät, welches noch vor der PlayStation4 und der XBOX One auf der E3 2013 den Best Hardware/Peripheral Preis bekommen hat.

Jetzt kam ich spontan und unverhofft in die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen und die spannende Cyber-Taucherbrille auszuprobieren. Zwar noch die aller erste Entwicklerversion, jedoch schon Grund genug, hier meine Eindrücke niederzuschreiben.

Bitte einmal anschnallen und los geht's

Ein Arbeitskollege hat sie vor mir aufgehabt. Statt auf dem Monitor zu verfolgen, was er gerade erlebte, schaute ich mir seine Reaktionen genau an. Ein wenig mit der Befürchtung, die Meldungen über die Motion-Sickness könnten sich bewahrheiten. Doch er wurde sichtlich angenehm unterhalten... doch nicht jeder ist für diese Technik geschaffen und bei mir funktioniert das 3D im Kino und auf TVs z.B. aufgrund meine unterschiedlichen Sehschwächen nur bedingt.

Es wurde Zeit, die Brille nun selber aufzusetzen: Ich musste zunächst mit einem Tuch die Linsen kurz abwischen, sie wirkten etwas beschlagen. Das Gewicht in der Hand war ausgesprochen gering... obwohl die Brille relativ groß wirkt, scheint sie kaum etwas zu wiegen. Sitzt sie auf dem Kopf und wird vom Gummiband gehalten, so fühlt es sich kaum anders an, als eine Skibrille aufzusetzen. Man merkt, da liegt etwas auf dem Gesicht, aber es gibt kein Gewicht, welches den Kopf nach unten zieht oder ähnliches. Die Polsterung ist weich wie bei sehr guten Kopfhörern und sogar mein hoher Nasenrücken stellt keine großen Probleme dar. Meine Brille habe ich allerdings weggelassen.

Der erste Blick wirkte zunächst ok. Tatsächlich hat man ein sehr großes Sichtfeld, aber links und rechts hat man noch ein klein wenig Schwarz. Somit hatte ich nicht das Gefühl, meinen Körper irgendwie zu verlassen und wie in der Matrix komplett zu verschwinden – das hier bleibt weiterhin mediale Unterhaltung und man weiß, dass man noch auf dem Bürostuhl sitzt. Doch dann wagte ich mich umzusehen und ich saß in einer Achterbahn, irrsinnig hoch über einem Schloss. Leichte Höhenangst hinterließ bei mir weiche Knie und die Freiheit sich umschauen zu können, war ein faszinierendes Gefühl, welches sich nur schwer beschreiben lässt. Und der Brechreiz? Nichts davon - Test bestanden... scheint, als gehöre ich nicht zu den Menschen, welche darauf empfindlich reagieren. (Übrigens gehörte keiner von den Testern im Büro dazu. Weiß nicht, wie hoch die Quote wirklich ist.)

Die Achterbahn war bei normaler Fahrgeschwindigkeit in Bewegung und es machte schon direkt Spaß, die Umgebung anzuschauen. Leider stimmte etwas mit der Kalibrierung nicht, und die Kamera wechselte im Vergleich zu meinem Kopf plötzlich sprunghaft die Position... nee, so nicht. Wir starteten kurzerhand neu und ich weiß jetzt, dass gescriptete Kamerafahrten in der Virtual Reality ihr Ende finden werden, denn das fühlt sich wirklich verstörend an.

Der zweite Anlauf lief dann aber wie geschmiert und es ging dann auch auf der Achterbahn bergab. Tatsächlich hatte ich das Gefühl zu fallen, aber ohne dieses unangenehme Gefühl, welches man kennt, wenn man im Schwimmbad aus großer Höhe springt. Eher angenehm prickelnde kleine Fallangst als große Panik.

Nach 10 Minuten musste ich dann die Brille auch leider an die nächste Person weitergeben und ich beobachtete einen dezent erhöhten Blutdruck und Aufregung in mir. Schwindelgefühle höchstens leicht im Ansatz... ich müsste einfach noch ein paar Male häufiger spielen, um das besser einordnen zu können. Jedenfalls schätze ich für mich ein, dass mir so ca. 30 minütliche Sessions durchschnittlich schon reichen werden. Spätestens dann wird eine Pause wohl schon sinnvoll sein.

Das war jedenfalls die Erfahrung auf der Achterbahn, auf der man automatisch bewegt wird. Jetzt wollte ich natürlich noch ein interaktives Erlebnis, wo ich meine Figur bewusst selber durch den Raum bewege, doch dazu komme ich wohl erst in den nächsten Tagen.

Kinderkrankheiten, die bereits beseitigt wurden

Ich bin mir sicher die meisten von Euch haben bereits Eindrücke zur Virtual Reality Brille gelesen. Und die häufigsten Kritikpunkte der ersten Entwicklerversion sind bekannt und inzwischen auch behoben. Daher braucht meine Aufzählung der Kinderkrankheiten nicht sonderlich detailliert ausfallen: Ja, die Auflösung war noch nicht so toll und man sieht die Welt durch ein feines schwarzes Netz. Ja, das fehlende Motiontracking sorgt in der Entwicklerversion noch dafür, dass man nicht frei um die Ecke schauen kann bzw. die Position des Kopfes im Raum wurde nicht erkannt, nur die Richtung in die man schaut. Ja, es gibt durch die LCD teilweise noch ein verschwommenes Bild, wenn man sich schnell umschaut. Aber seit der neusten Version, welche Anfang diesen Jahres präsentiert wurde, scheinen diese Kritipunkte ja erfolgreich in Angriff genommen worden zu sein.

Ausblick auf die Zukunft

Was ich bisher erlebt habe, konnte mir bereits ein Gefühl vermitteln, was in der Zukunft auf uns warten könnte. So gehe ich fest davon aus, dass nach einer verbesserten Endversion der Oculus Rift (oder ein ähnlich gutes Konkurrenzprodukt) das Spielen von Renn- und Pilotsimulationen alternativlos sein wird. Ich schätze mal nichts anderes vermittelt so ein überzeugendes Geschwindigkeitsgefühl und bietet gleichzeitig noch so viele kleine bequeme Freiheiten, wie ein Blick in den Rückspiegel oder gar komplett nach Hinten. Vor allem kommt es zu wenig Konflikten, weil man im Spiel ebenso wie in der Realität in einem Stuhl sitzt.

Das nächste Genre, welches viel Potenzial mit sich trägt, könnten Aufbau-Simulationen und Tabletop-Spiele sein. In aller Ruhe schaut man aus einer Gott-Perspektive auf die Welt runter und kann sich durch Hinknien einen detaillierten Eindruck seiner Welt verschaffen und kleinen lebendigen Wesen zuschauen. Der selbstbestimmte Umgang und das Fehlen von schneller "Action" sollten das Spielvergnügen hier weitestgehend zugänglich machen.

Was ich mir weniger vorstellen kann sind natürlich offensichtlich alle Spiele auf der 3rd Person-Sicht und vor allem intensive First Person-Shooter. Ja richtig, ausgerechnet die Shooter! Wer nicht gerade mit Bewegungssteuerung und weiterem Zubehör die letzten fehlenden Teile der VR-Erfahrung ergänzt, wird im Prinzip nur mit Gamepad und freier "Kopfkamera" ein halbes Erlebnis haben. Doch dazu braucht es noch mehr Investitionen und natürlich auch Platz. Außerdem haben Spiele wie Skyrim etc. zu viel Spielzeit – für stundenlange Sessions ist eine VR-Brille wohl nicht das richtige, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass das gesund sein kann.

Wer darin allerdings keine Hürde sieht, der wird wohl auf das Intensivste treffen können, was die Brille bisher zu bieten hat: Horrorspiele. Ich würde an dieser Stelle wohl schon mal behaupten, dass es wohl kein gruseligeres interaktives Erlebnis geben kann als mit eine VR-Brille + Kopfhörern. Alleine die Vorstellung daran macht mir bereits Angst, und ich bin da normalerweise jetzt nicht so sonderlich empfindlich gegenüber Horrorfilmen und -spielen. Aber wer echte Adrenalinkicks und kalten Schweiß sucht, der wird sich wohl irgendwann mit dieser Technik auseinander setzen müssen.

Mein Wunsch wäre ja letztendlich Sport zu Hause spannender zu gestalten. Man stelle sich den Kalorienverbrauch mit einer kompletten VR-Ausrüstung vor. Doch davon sind wir noch weiter entfernt, da die Brille noch nicht Wireless funktioniert, Schweiß in die Polsterung einziehen würde und für ein ausgewogenes Programm, welches alle Muskelgruppen trainiert gäbe es gewisse Übungen, die sich damit nicht richtig vertragen. Da wäre man wohl mit einem Kinect bisher noch besser bedient.

Adventures, in denen man langsam die Umgebung erkundet bieten wiederum auch viel Potenzial. Erste Spiele in der Richtung wurden bereits vorgestellt und dürften auch so manche Neugier wecken.

Piet

Fazit

Natürlich war ich sehr gespannt auf das Gefühl, eine Oculus Rift endlich ausprobieren zu dürfen. Meine Erwartungen wurden insgesamt auch getroffen und meine Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Das Potenzial ist in meinen Augen nun auch gegeben und es ist gut, dass die Entwickler sich noch ein wenig mehr Zeit nehmen um das Gerät zu optimieren.

Hat es Potenzial die Massen zu bewegen? Ich glaube dafür ist es noch zu früh... zu komplex ist die Einrichtung, zu hardwarehungrig sind die Bedingungen. Hier werden Enthusiasten erst einmal den Vortritt haben und ähnlich wie die Videospiele ihren Sprung von der Spielhalle in die Wohnzimmer machten, wird es auch hier vermutlich noch einige Jahre dauern, bis solch ein Konzept sich durchsetzen kann. Mich verwundert es nicht, wenn die großen Konzerne deshalb noch nicht auf den VR-Zug aufgesprungen sind. Allerdings scheinen Valve und Sony bereits mit eigenen Brillen angefangen zu haben.

Aber letztendlich wurden nun endlich erste richtige Steine gelegt um so manchen Traum aus den 90er Jahren zu verwirklichen. Das einzige, was diese Technik auf lange Sicht aufhalten könnte, wäre wiederum eine ganz neue Idee und Alternative für die Unterhaltungsindustrie. Denn sobald das Potenzial sich erst einmal entfaltet, wird es schwierig werden, die klassische Unterhaltung über einen normalen TV noch Jahrzehnte weiterzuführen, da es auf dem Level seit langem keine echte durchschlagenden Innovationen gab. Höhere Auflösungen und komische 3D-Technik haben nicht ansatzweise so ein erfrischendes und spannendes Gefühl hinterlassen, wie die Oculus Rift. Wer dagegen behauptet, die Technik wird eher still bleiben und sich kaum noch verändern, sollte sich die rasante Entwicklung der Handys in den letzten 10 Jahren anschauen. Der Markt bleibt nie stehen und Virtual Reality könnte sich zur nächsten Richtung entwickeln, in die er sich in den nächsten Jahren entwickeln wird.


Zombicide: Zombie Dogz ...
Datum/Zeit: 31 Jan 2014, 09:46
Inhalt:

Seit Wochen landet Zombicide regelmäßig auf unserem Tisch und wird auch nach zahlreichen Runden nicht langweilig – die bekannten Missionen aber langsam etwas zu leicht. Was tun? Eigene Missionen entwickeln? Definitiv eine gute Lösung, werden wir auch tun. Wir haben aber auch erste Blicke auf die vielen Erweiterungen riskiert, die es bislang noch nicht auf Deutsch gibt. Doch keine Sorge, kleinere Erweiterungen, die die Zombieapokalypse um neue Gegnerarten bereichern, haben derart kurze Regeln, die mit so wenigen Worten zusammengefasst sind, dass absolut keine Gefahr besteht, dass eine eventuelle Sprachbarriere den Spielspaß trübt.

Zombie Dogz

Die erste Erweiterung, die wir uns näher angesehen haben und den bedrohlichen Spielspaß enorm steigert, ist die der Zombiehunde. Mit Ausnahme der Läufer sind die Zombies im Grundspiel äußerst träge Widersacher, selten eine echte Gefahr, auch dann nicht, wenn sie in ihrer Runde auf das Feld der Überlebenden schlurfen. Die Zombiehunde sorgen für eine erfrischende Dynamik, denn mit ihren drei Aktionspunkten sind sie schnell und können einen Überlebenden sogar in einer Runde zerfleischen, wenn sie nach einer Bewegung noch zwei Aktionspunkte übrig haben. Dass sie im Beschuss erst nach allen anderen Gegnertypen eliminiert werden, macht sie noch unberechenbarer.

Die Box enthält neben 20 Zombiehunden und den Zombiekarten die Kurzanleitung in drei Sprachen: Englisch, Französisch, Spanisch. Die enthaltenen Regeln habe ich eben bereits genannt: 3 Aktionspunkte, im Beschuss an letzter Stelle. Das ist alles. Auch die Zombiekarten sind in dreifacher Ausführung vorhanden. Wählt nur eine der drei Sprachen, da Ihr sonst zu wenige Modelle habt. Der Text der Zombiekarten begrenzt sich auf ein kurzes: "Es ist Zeit, ihnen in den Arsch zu treten“. Ihr seht, eine Sprachbarriere existiert nun wirklich nicht.

Schöner Nebeneffekt dieser kleinen Schachtel: Erweitert man die Zombiehorden mit den Zombiehunden, kommt man seltener an die Grenzen seiner verfügbaren Zombiemodelle einer Art.

Benny

Fazit

Der Anspruch zieht mit den Zombiehunden angenehm an und so manche brenzligen Situationen sind vorprogrammiert, wenn ein Rudel von ihnen durch die endzeitlichen Straßen hetzt. Wer den günstigen Import wegen der langen Lieferzeit scheut, wird auch hierzulande nach kurzer Suche fündig, die Box für unter 30 Euro zu bekommen. Alles in allem sind die Zombie Dogz eine Bereicherung für Zombicide und für alle Fans des Grundspiels aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin ein Pflichtkauf.

Bringt Asmodee die Box später ebenfalls auf Deutsch heraus, werden wir nochmals zugreifen, um sie soweit zu unterstützen, so dass sie die großen Erweiterungen, „Toxic Mall“ und „Prison Outbreak“, ebenfalls hierzulande veröffentlichen. Und zu viele Modelle kann es bei einer Zombiehorde wohl kaum geben.


Tipps, mit denen Controller sauber bleiben ...
Datum/Zeit: 29 Jan 2014, 15:29
Inhalt:

1. Halten Sie Ihre Controller von Schadstoffen fern

Auch wenn man es nicht vermutet: Die meisten Flüssigkeiten können Spiele-Controllern erheblichen Schaden zufügen. Verzichten Sie daher vor dem Spielen am besten immer auf aggressive Reinigungsmittel und somit auf das Waschen der Hände.

2. Bitte nicht Pusten

Sehr beliebt ist das Rauspusten von Staubpartikeln aus den feinen Rillen der kleinen Zwischenräume. Dies kann man nicht empfehlen, da es die natürliche Schutzschicht aus den Zwischenräumen zerstört. Somit leidet die gesamte Lebensdauer. Besser: Bemalen Sie die Rillen in dem Farbton des Controllers.

3. Lagerung des Controllers

Was schon viel ausmacht, kaum jemand nutzt ist die korrekte Lagerung des Controllers: Befindet sich der Controller während des Spielens im Originalkarton, so nutzen sich vor allem die Tasten und empfindlichen Analogsticks weniger ab.

4. Selbstreinigung durch Kinderhände

Die feinen aber weichen Strukturen von Kinderhänden können dabei helfen, Ihre Controller durch die Reibung regelmäßig zu reinigen. Befinden sich Kinder im oder in der Nähe Ihres Haushalts, so laden Sie sie zum Spielen ein. Doch Vorsicht: Kinderhände sind berüchtigt für ihre Schokolade- und Nasenschleim-Spuren. Schauen Sie vorher also ganz genau hin und schicken Sie ungepflegte Kinder mit Schuhen ins Bett.

5. Akku austauschen

Ganz heißer Tipp: Natürlich ist die Langlebigkeit eines kabellosen Controllers auch von seiner Akku-Batterie abhängig. Bei Nicht-Benutzung empfiehlt es sich also, alle Controller im Gefrierschrank zu lagern, da durch die Kälte sich die Akkus schneller entleeren. Somit kann man durch das häufige vollständige Entladen die Langlebigkeit beeinflussen und Ihre Schildkröte erhält in Wintermonaten etwas Gesellschaft.

6. Pro-Tipp: Controller ersetzen

Tauschen Sie heimlich Ihren alten Controller mit dem Ihres Freundes aus. Bitte achten Sie darauf, dass beide den selben Farbton haben sollten.

Piet

Das war's!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Haben wir noch entscheidende Tipps vergessen? Wie haltet Ihr Eure Controller sauber? Hinterlassen Sie gerne dazu einen Kommentar.

The Conjuring - Die Heimsuchung (2013) ...
Datum/Zeit: 29 Jan 2014, 14:49
Inhalt:

Vor kurzem war es mal wieder soweit: Neues Horror-Futter kam auf dem Markt und da ich als begeisterter Fan nicht lange die Finger still halten kann, habe ich mir sofort James Wans "The Conjuring - Die Heimsuchung" gekauft. Was mich dabei erwartet hat und ob ich direkt neue Unterwäsche hätte dazu kaufen sollen, das erfahrt Ihr in diesem Review!

Gruseln oder Schocken?

James Wan ist lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit Filmen wie "Saw - Wessen Blut wird Fliessen?", "Dead Silence" oder "Insidious" hat er sich nicht nur in Amerika, sondern weltweit einen Namen gemacht. Horrorfilme sind sein Genre und das bemerkte man bei der Intensität, die er auf den Schirm bringt, ab der ersten Sekunde. Doch sieht man bei der Aufreihung der Filme, dass es sich nicht bloß um Horrorfilme handelt, sondern um eine ganze Palette verschiedener Subgenres. Als jemand, der all diese Filme bereits gesehen hat, habe ich mich auf das Schlimmste gefasst gemacht, das Licht ausgeschaltet und darauf gewartet, dass ich vom Sofa gescheucht werde - doch zu meiner Überraschung lief alles anders. Dazu aber gleich mehr.

conjured_screens

"The Conjuring" handelt von der wahren, aber vermutlich ausgeschmückten Story um Ed und Lorraine Warren. Die berühmt berüchtigten Dämonologen sorgten in den 50er Jahren für eine Menge Aufmerksamkeit, als sie anfingen, an Tatorten aufzutauchen und dort nach "außerweltlichen Aktivitäten" zu forschen. In James Wans Film greift dieser die Geschichte eines Vorfalles auf, welcher 1971 geschah: Die Familie Perron zieht gemeinsam in ein Haus. Alles ersparte steckt darin und die Familie ist glücklich. Ein richtiges Idyll, so wie man es sich selbst wünschen würde. Doch etwas trübt das unbeschwerte Glück: Etwas an dem oder in dem Haus ist eigenartig und lässt allen Bewohnern die blanke Panik spüren. Die Perrons wissen sich nur noch zu helfen, indem sie die Dämonlogen zur Hilfe rufen, doch haben wir es hier wirklich mit einem Spuk zu tun?

Durch die Vorerfahrungen, die ich mit James Wans Insidious gemacht habe, ging ich von vornherein davon aus, dass mich hier ein beinharter Schocker erwarten würde. Doch zu meiner Verwunderung saß ich hier nach langer Zeit mal wieder in einem richtigen Gruselfilm. Hier wird das Schocken keineswegs in den Vordergrund gestellt, eine beklemmend dichte Atmosphäre und eine hervorragend erzählte Geschichte bringen das schaurige Treiben immer weiter voran. Auch der Rest des Filmes kann überzeugen, egal ob Ausstattung, Cast oder Musik – hier hat man einfach den Nagel auf den Kopf getroffen und für die, die wirklich überzeugt werden wollen: Der Film hat so einige sehr interessante Wendungen und nimmt teilweise sogar die Züge eines richtigen Krimis auf!

Trailer

Christopher

Fazit:

Das habe ich schon wirklich lange nicht mehr gesehen! Fesselndes Gruselkino wird immer seltener und "The Conjuring" hat mich daran erinnert, dass es Filme solchen Schlages noch gibt. Ich wurde nicht nur hervorragend unterhalten, sondern daran zurück erinnert, wo dieses Genre seine Wurzeln hat. Ich empfehle jedem wärmstens, sich diesen Film alleine oder mit dem/r Liebsten anzuschauen. Hier ist Kuscheln und der eine oder andere Schauer vorprogrammiert!

Wertung: 9.0


Infinite Crisis - Der Beta Check ...
Datum/Zeit: 27 Jan 2014, 15:56
Inhalt:

DC Comics schicken nun bald frisches Spielefutter auf den Markt! Nachdem DC Universe Online im Januar 2011 erschienen ist, wird es für die Fans bunter Bilder wieder einmal Zeit für Nachschub! Dieses mal ist es jedoch kein Multi Massive Online Role Playing Game, sondern ein MOBA (Multiplayer Online Battle Arena).

Ich habe mir bereits vorab ein Bild von dem Spiel in der Beta machen dürfen und werde Euch in den folgenden Zeilen erzählen, wie ich meine ersten Erfahrungen mit dieser Art von Spiel gemacht habe und warum "Infinite Crisis" für Comicfans definitiv einen Blick Wert ist!

Welcher Held bist du?

Direkt nach dem Starten der Beta hat man die Qual der Wahl: "Welchen Helden wirst du verkörpern?" Dabei kann man bereits mit Vorwissen zu den Charakteren einiges reissen, wer keine Erfahrungen mit den Helden des DC Universums besitzt, kann sich ganz nach den Informationen richten, die einem das Spiel zur Verfügung stellt.

Ich selbst begebe mich mit Green Lantern in meine erste Schlacht. Noch feucht hinter den Ohren bewege ich mich zaghaft in Konfrontationen mit dem Gegner und nachdem dieser mich mit Leichtigkeit auseinander genommen und mit einem "Lol, i don't even know how to play this game" kommentiert hat, weiß ich Bescheid, dass das ein langer Abend werden kann. Meine Motivation: Leveln. Obwohl ich immer wieder die Fresse poliert bekomme, sammle ich fleissig Punkte und darf neue Fähigkeiten erlernen und ausbauen. Nach kürzester Zeit fliegen kleine grüne Raketen über das Schlachtfeld und meine Fesseln halten meine Feinde für kurze Zeit fest. Klasse!

So langsam vergesse ich, dass ich überhaupt keine Ahnung von der Spielweise habe und unterstütze meine Mitstreiter so gut ich kann. Ich nehme Punkte ein, kloppe mich im Team mit Gegnerscharen und sammle fleissig Punkte. Auf die Idee meinen Charakter zu wechseln, komme ich nicht einmal. Zu sehr ist mir Green Lantern bereits ans Herz gewachsen.

Chaos auf 100m²

Die Auswahl der Kriegsschauplätze ist aber derzeit noch sehr gering. In zwei verschiedenen Karten darf ich mich austoben - Gotham Heights und Coast City. Doch das stört mich absolut nicht, fröhlich und voller Elan bekämpfe ich mit wechselnden Teams immer neue Gegner und habe jedes mal eine neue Erfahrung dabei - Ich kann ja schließlich noch viel lernen.

Grafisch ist der Titel absolut solide, spielt in dem gesamten aber auch keine große Rolle, denn man kommt kaum dazu etwas länger als fünf Sekunden zu Betrachten - zumindest wenn man überleben will. Besonders gut gefallen mir die Charakter-Animationen und vor allem die riesige Auswahl an Kostümen. Immer wieder finde ich neue ausgefallene Outfits und bin amüsiert. Da fliegt einfach mal Batman als "halb Fledermaus" an einem vorbei - skurril.

Trailer

Christopher

Fazit

Leider kann ich keine Vergleiche mit LOL (League of Legends) oder anderen Genrevertretern ziehen, jedoch bin ich mir sehr sicher, dass Fans der Comic-Helden sich die Zeit nehmen sollten um hier einmal rein zu schnuppern. Am Ende kann ich nur noch dazu sagen, dass ich mit Infinite Crisis eine ganze Menge Spaß habe, auch wenn ich noch immer von erfahrenen MOBA Spielern in den Boden gestampft werde. Es macht es einfach Bock seinen eigenen Helden immer weiter aufzuleveln und von den Leuten in der hohen Kunst der Battle Arenas unterrichtet zu werden.

Interesse geweckt? Macht Euch doch selber ein Bild!

Wir haben 5 Keys für die Beta von Warner Bros. Interactive für Euch angefragt und möchten sie nun abgeben. Schickst uns einfach eine Mail an gewinnspiel@couchcastle.de oder schreibst uns via Facebook. Nur solange der Vorrat reicht!

Mehr Infos zum Spiel findet Ihr auf der offiziellen Webseite.